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Ein Riesenrad für Schiffe: Falkirk Wheel

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Drei Entdecker staunen: „Ui - ist das aus Star Wars?“

Nein, ist es nicht!

Und die Entdecker haben sich zugegebenermaßen schlecht vorbereitet. Mit einem etwas älteren Reiseführer haben sie sich auf den Weg durch Schottland gemacht - und da stand diese Sehenswürdigkeit nur kurz als „modernes Schiffshebewerk“ in den Randnotizen.

Dann aber fielen uns auf dem Weg zu Stirling Castle an der Autobahn Hinweisschilder ins Auge. „Falkirk Wheel“, entzifferte der kleine Entdecker, und als Technik-Freak beschloss er natürlich sofort: „Schiffshebewerk? Wollen wir hin!“ Schützenhilfe gab’s vom Papa: „Wir haben allmählich genug Schlösser gesehen“, befand der und bog kurzerhand ab.


Kurz hinter dem Parkplatz dann der Aha-Effekt.

Das Rad aus Stahl, das den Forth & Clyde-Kanal mit dem Union-Kanal verbindet, ist eine gigantische Landmarke und eine beeindruckende Ingenieursleistung. Es funktioniert wie ein Riesenrad - nur eben für Schiffe. Die beiden Gondeln allein wiegen schon 600 Tonnen und fassen jeweils 250.000 Liter Wasser. Angetrieben von zehn Hydraulikmotoren transportieren sie ihre Ladung über einen Höhenunterschied von 24 Metern. Interessant ist, dass sie dabei gerade einmal 1,5 Kilowattstunden Energie verbrauchen. Zum Vergleich: Das ist in etwa die Energie, die man braucht, um eineinhalb Bleche Hefekuchen zu backen.

Als wir bei dem Rad ankommen, hat es gerade eine weitere 180-Grad-Drehung vollzogen und entlässt oben ein rotes Touristen-Schiff in den Union Canal. „Touristen“ ist das passende Stichwort - denn tatsächlich dient der Kanal, der Anfang der 1930er Jahre still gelegt wurde, heute ausschließlich diesem Zweck. Die Idee hatten die Verantwortlichen bereits 1994 zum ersten Mal ins Auge gefasst. Bis Queen Elizabeth das größte und einzige rotierende Schiffshebewerk der Welt einweihen konnte, sollten dann noch acht Jahre vergehen.

Ein wahres Millenium-Projekt!
 

Inzwischen ist das 35 Meter hohe Konstrukt, für das 1200 Tonnen Stahl verbaut wurden, ein beliebtes Ausflugsziel.

Höhepunkt ist natürlich eine Bootstour. Kaum zu glauben, dass diese gut vierminütige Fahrt das ersetzt, wofür früher elf Schleusen nötig waren. Parallel dazu gibt es ein breites Angebot an Unterhaltung, Spielplätzen und Gastronomie. Im Visitor Center finden sich zusätzliche Infos zum Falkirk Wheel und ein reichhaltiges Angebot an Souveniren.

Und für alle diejenigen, die seit dem Einstieg befürchten, dass wir uns am Ende womöglich Stirling Castle gespart haben … nein, auch das haben wir besichtigt!

Aber das ist natürlich eine eigene Entdeckerstory wert!

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Entdecker-Info

Das Falkirk Wheel ist von Glasgow aus über die M80 und M876 sowie von Norden aus über die M9 erreichbar. Die unübersehbaren braun-weißen Hinweisschilder zeigen den richtigen Weg!

Entdecker-§§§

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