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Krippenglanz und Kreiselspaß

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Hmmmmmm. Was passiert wohl, wenn ich an der Schnur mit dem Gespenst ziehe?!?

So neugierig blicke ich auf das Geisterschloss aus Papier, dass der Verkäufer mich freundlich auffordert, es doch einfach mal zu probieren. Ich strecke meinen Arm aus, ziehe vorsichtig – und erschrecke mich! Da kommt Dracula aus seinem Sarg empor, hinter dem Schlosstor taucht ein furchteinflößender Riese auf, und am Schornstein wandert passend zur Geisterstunde der Vollmond an den Himmel. Das ist mal ein Stand nach meinem Geschmack!

Jetzt fragt ihr euch sicherlich, wo ich eigentlich bin?

Es ist der Dritte Advent, und uns hat es heute nach Münster gezogen. Die Westfalenmetropole ist nämlich berühmt für ihren Weihnachtsmarkt. Oder besser gesagt: für ihre Weihnachtsmärkte. Denn anders als in den meisten anderen Städten gibt es hier nicht nur einen großen Budenzauber in der Mitte – sondern viele kleinere Märkte einmal quer durch die Innenstadt verteilt. Das schauen wir uns doch mal genauer an!


„O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter!”

Im Schatten von St. Lamberti

Im Augenblick stehen wir auf dem Lichtermarkt St. Lamberti. Über uns ragt der beeindruckende Turm der Lambertikirche in den Himmel. Den erkennt man leicht an den drei Käfigen, zu denen es übrigens auch eine spannende Geschichte gibt, die ich euch bei Gelegenheit unbedingt mal erzählen muss...

In den blau-weißen Weihnachtsmarkt-Hütten mit den beleuchteten spitzen Dächern finden sich besonders viele selbst hergestellte Artikel und Spielzeug aus Holz oder zum Selberbasteln. Tolle Kreisel zum Beispiel! Den Schloss-Bastelbogen kaufe ich am Ende zwar nicht, weil mein Taschengeld nicht ganz ausreicht – aber wir erstehen kuschelige Wollsocken für Papa. Pssssstttt! Nicht verraten … soll nämlich ein Weihnachtsgeschenk werden!


 

Ein weiterer kleiner Weihnachtsmarkt findet sich am Kiepenkerl.

Hier ist es zwar recht voll – dafür schmeckt Mama der Eierpunsch hervorragend! Papa und ich halten uns an die leckeren Frietjes einen Stand weiter. In den Budengassen treffen wir auf viele Holländerdenn die lieben unsere Weihnachtsmärkte in Münster und kommen in ganzen Reisebusladungen angefahren. Deshalb stoßen wir auf dem Weg durch die Stadt auch immer wieder auf niederländische Polizisten, die ihren Landsleuten im Falle eines Problems weiterhelfen.

 
Über den noch jungen Giebelhüüskesmarkt mit seiner besonderen Stimmung im Schatten der Überwasserkirche geht es weiter in den Rathausinnenhof.

Das ist der Klassiker unter den Weihnachtsmärkten – und entsprechend gut besucht. Hier, auf dem Platz des Westfälischen Friedens, gibt es auch eine schöne Krippe. Nur hinkommen ist nicht ganz einfach im Gedränge. Uns wurde es am Ende zu viel in der Menge, und so machten wir uns auf den Weg zum Ägidiimarkt.


Der begrüßte uns schon von weitem mit Lichterglanz und seinem Glockenspiel, das alle halbe Stunde erklingt.

Überhaupt geht es in dem Innenhof sehr gemütlich zu. Den Mittelpunkt bildet die große Weihnachtsmühle. Bei den Ständen gibt es eine gute Mischung: Flammlachs neben Weihnachtssternen, Nussknacker neben Punschbuden, Märchenwelten neben Grünkohl – hier ist wirklich für die ganze Familie etwas dabei. Und weil ich bei so viel adventlicher Entdeckerfreude richtig Hunger bekommen habe, gönne ich mir zum Abschied einen leckeren Reibekuchen. Mit Lachs. Weil ja schließlich bald Weihnachten ist!

Und jetzt seid IHR dran!

Welcher Weihnachtsmarkt wäre nach unserem Bericht und unseren Fotos euer Favorit? Und was macht ihr auf dem Weihnachtsmarkt am liebsten?

Entdecker-Tipp

Wenn es euch zwischendurch einmal zu voll oder zu kalt wird auf dem Weihnachtsmarkt, dann schaut doch im Münsteraner Dom vorbei.


Hier gibt es eine spektakuläre Astronomische Uhr, die fast 500 Jahre alt ist! Die Infos zu diesem Meisterwerk findet ihr in unserer Entdeckerstory "Astronomie im Dom".

Entdecker-§§§

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CJ
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4 Comments

  1. Delia Wings sagt:

    Du hast mir die Weihnachtsmärkte in Münster auf jeden Fall schmackhaft gemacht 🙂 So riesige Rummel haben nichts mehr mit Weihnachten zu tun – meiner Meinung nach. LG

    • CJ sagt:

      Superlieb von Dir! Ich hab das auch immer am liebsten, wenn es etwas gemütlicher ist. Zwar ist es in Münster auch manchmal ganz schön voll – aber weil man von Markt zu Markt schlendert, kommt es einem einfach beschaulicher vor!

  2. Birgit sagt:

    Ich habe dieses Jahr nicht viel gesehen von den Weihnachtsmärkten meiner Heimatstadt. Aber einmal Reibeplätzcgen essen muss sein und dieses Jahr ganz neu das Häuschen, in dem Kartoffelbrei verkauft wird ?. Viele Grüße und schöne Weihnachten. Lass‘ dich reich beschenken! Birgit

    • CJ sagt:

      Danke, liebe Birgit! Kartoffelbrei hab ich gar nicht gesehen, auch lecker!!! 🙂 Mama und Papa tun so geheimnisvoll – ich bin sooooooo gespannt! 🙂 Habt auch ein tolles Weihnachtsfest! CJ

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