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Leo besucht seine Verwandten

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Leo? Wer ist denn das?

Der eine oder andere von Euch hat sich bei der Überschrift bestimmt gefragt, wer eigentlich Leo ist. Das kann ich Euch sagen: Leo ist ein Kuscheltier - und unser Klassen-Maskottchen. Jedes Wochenende darf der flauschige Leopard ein Kind mit nach Hause begleiten. Anschließend schreibt der "Wochenend-Leoparden-Pfleger" ins Leo-Buch, was er mit dem Kuscheltier erlebt hat.

Klar, dass ich Leo ein besonderes Abenteuer bieten wollte, als ich an der Reihe war! Und was macht man am besten mit einem Leoparden, auch wenn er nur aus Stoff ist? Verwandte besuchen im Zoo! In diesem Fall der Zoo Osnabrück.

Eines muss ich dazu sagen: Ich weiß inzwischen, dass viele Menschen Zoos nicht gut finden. Auch wir haben in der Familie darüber geredet, ob es richtig ist, Tiere in Gehegen zu halten, damit Menschen sie anschauen können. Natürlich würde es mir besser gefallen, wenn alle Tiere frei und glücklich leben könnten. Ich habe aber auch gelesen, dass das in der heutigen Zeit an unzähligen Orten dieser Welt nicht mehr möglich ist, weil viele Tierarten vom Menschen verdrängt oder sogar gejagt werden. Zahlreiche Arten sind bereits ausgerottet oder vom Aussterben bedroht. Da sind sie mir im Zoo dann doch lieber! Ich hoffe: Vielleicht denken manche Menschen besser darüber nach, wie sie mit Tieren umgehen, wenn sie sie live erleben und nicht nur am Fernsehbildschirm sehen? Mir jedenfalls ging das so.

So haben wir einen Kompromiss geschlossen: Tiere im Zirkus lehnen wir ab, weil sie dort überhaupt keine Chance haben, auch nur annähernd so zu leben, wie sie es in freier Wildbahn tun würden. Bei Zoos geht es aber unserer Meinung nach heutzutage insgesamt doch eher um das Wohl der Tiere. Ich finde, dass sich bei unseren modernen Zoos viel verändert hat. Ich habe mir Bilder davon angeschaut, wie Zoos früher aussahen, und muss sagen, dass das einfach schrecklich war. Überall nur Beton und Gitter. Kein Vergleich mit den neuen großzügigen Anlagen im Zoo Osnabrück, wo die Tiere oft in Herden oder Rudeln leben und Rückzugsräume haben.

So muss man manchmal auch damit leben, dass man sein Lieblingstier eben nicht entdeckt, wenn es seine Ruhe haben will!
 
Aber jetzt zum Rundgang: Mein erster Weg führte zum Tiger-Tempel.

Die sahen vielleicht flauschig aus, wie die da so friedlich in der Ecke dösten! Und diese süßen Öhrchen! Fast wie bei unserem Entdecker-Kater Konrad! Am liebsten hätte ich Argan und Diana ja einmal gestreichelt. Doch dann entdeckte ich die vielen Vogelfedern im Gehege! Oje!

Noch schlimmer war es, als wieder später ein zweites Mal vorbeischauten. Da machten sich die beiden gerade über riesige Fleischstücke her, und man sah ihre messerscharfen Zähne! Selbst Leo hatte etwas Angst vor seinen Verwandten. Raubtier bleibt eben doch Raubtier - zum Kuscheln nehme ich dann doch lieber das Stofftier! Wie jammerschade, dass in Asien nur noch rund 4000 Tiger in freier Wildbahn leben. Das wurde mir jetzt noch einmal richtig bewusst, als ich diese wunderbaren Tiere sah.

Wer keine großen haarigen Spinnen mag, sollte im unterirdischen Zoo vielleicht etwas vorsichtiger in die Glasvitrinen schauen ...

So viel zum Entdecken!

Aber es gibt natürlich noch jede Menge anderer spannender Tiere zu entdecken! Zebras, Nashörner oder die Robben, die immer so gut gelaunt durchs Wasser flitzen. Witzig sind auch die Nasenbären, die hoch über den Köpfen der Besucher über eine Nasenbär-Brücke von Baum zu Baum klettern. Oder die Hyänen, die man wegen ihrer kräftigen Kiefer auch "Kichernde Knochen-Knacker" nennt. Besonders gern mag ich den unterirdischen Zoo. In den düsteren Gängen verbergen sich Tiere, die man sonst wirklich nicht oft sieht - oder die manche Menschen auch gar nicht gern sehen wollen! Ratten zum Beispiel. Oder Fledermäuse. Oder auch eine haarige Vogelspinne, die meinen Vater beim ersten Besuch zu Tode erschreckt hat! Da rechnet man in der Dunkelheit ja auch nicht mit!

Wenn man genug von den echten Tieren gesehen hat, kann man auf einen der Abenteuer-Spielplätze gehen, bei denen sich auch alles um Tiere und fremde Kontinente dreht. Da gibt es zum Beispiel die riesengroße Rutsch-Giraffe, den Affen-Kletter-Parcours oder ein afrikanisches Dorf auf Stelzen.

Mein Paten-Kuscheltier hatte jedenfalls einen Riesenspaß und hatte nachher richtig was zu berichten im Leo-Buch!

Schade, dass ich dort nicht das Video einfügen konnte, das Ihr Euch jetzt hier anschauen könnt! Von einem Fischdieb, der sich dann doch nicht traut!


 

Entdecker-Tipp

Der unterirdische Zoo schließt direkt an das Museum am Schölerberg an, ein Naturkundemuseum. Am Wochenende kann man von dort aus ohne zusätzlichen Eintritt über die Gänge und Tunnel in das Museum gehen. Dort gibt es - passend zum unterirdischen Zoo - die Dauerausstellung "unter.Welten". Außerdem kann man sich an vielen Mitmach-Stationen über Geologie, den Lebensraum Stadt, das Ökosystem Wald oder Umweltschutz schlau machen. Für Sonderausstellungen muss man allerdings extra zahlen.
 

Entdecker-§§§

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CJ
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