
Bitte schickt mich in die Wüste
28. Februar 2024
Reise in den Heimathafen – mit Antares durch Italien
„Reise in den Heimathafen“: Unter diesem Titel haben Anita und Roland Larini ihre Erlebnisse in ihrem Lieblings- und Herzensland Italien zusammengetragen, in das sie schließlich – am Ende ihrer Reise – auch umgesiedelt sind. Immer mit von der Partie: Maskottchen Antares, die knallgelbe Quietscheente, die alle Abenteuer miterlebt und in dem Buch eifrig kommentiert. In dieser Rezension nehmen wir euch mit auf die Reise, die mit Strandurlauben in der Kindheit der beiden Tiroler begann und mit einer neuen Bleibe in der Toskana in Castiglione della Pescaia endete.
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„Cosi è la vita!”
Vom Quietscheentchen zum Ragazzo
Antares ist eine Ente von Welt. Beziehungsweise eine Quietscheente. Sein Äußeres täuscht, denn eigentlich sieht er mit seinem Käppi und seiner Kameraausrüstung aus wie ein typischer Tourist. Aber es dauert nicht lange, bis sich das Quietscheentchen zu einem waschechten Ragazzo mausert.
Schuld daran sind – natürlich! – Anita und Roland, denn es ist Italien und immer wieder Italien, das auf ihrer Reiseliste steht.

Jede Ecke Italiens birgt neue Entdeckermomente für Anita und Roland. Diese Aufnahme entstand in Apulien.

Aber der Reihe nach!
Das Buch „Reise in den Heimathafen“ beginnt 2014 mit der ersten großen Italienreise der beiden in Kalabrien, weit im Süden des Landes.
Dank Antares Beobachtungsgabe erleben die Leser alle Details mit: vom Schrecken über den nicht erreichbaren Portier im Hotel über die Begeisterung angesichts der lokalen Eissensation Tartufo di Pizzo bis hin zur Begegnung mit dem Stromboli. Beim Abschied erleben die Österreicher auch dieses Gefühl, das sie in der Zukunft immer wieder ins Land, wo die Zitronen blühen, zurückziehen wird:
Von Heimweh keine Spur – stattdessen schummelt sich die große Italienwehmut auf der Rückreise mit ins Gepäck.
Und so machen sich die beiden Italienfans in der Folge daran, sich einmal quer durchs Land zu arbeiten. In die Toskana geht es und nach Rom, und als Autonarren mit Begeisterung für alles Italienische dauert es natürlich auch nicht lange, bis „Bella“, das Alfa-Romeo-Cabrio, in der Garage der Österreicher einzieht. Damit sind natürlich direkt weitere italienische Abenteuer mit Land, Leuten und auch der einen oder anderen Wetterkapriole vorprogrammiert.

Ein Herz und eine Seele: Zumindest was ihr Herzensland Italien anbelangt, sind sich Anita und Roland ganz und gar einig.

Shooting mit „Bella“ – womit in diesem Fall ausnahmsweise nicht Anita gemeint ist, sondern das Alfa-Romeo-Cabrio.
Reiseführer der anderen Art
Der Reiseführer mit den vielen kleinen Geschichten am Wegrand führt uns an die Amalfiküste und nach Sizilien, an den Comer See und die „Riviera delle Palme“ – und selbstverständlich auch nach Arese bei Mailand mit dem Alfa-Romeo-Museum!
Dabei gibt es nützliche Hinweise und Empfehlungen genauso wie Warnungen vor Touristenfallen und Reisezielen, die sich weniger lohnen.
Ganz unmerklich werden wir dabei aber auch Zeuge, wie der Gedanke, in dieses Land auszuwandern immer mehr die Oberhand gewinnt. Von einem Urlaubsziel wird Italien immer mehr zum Lebensmittelpunkt.
Erst ist es nur die Sprachschule, dann stecken Anita und Roland ganz plötzlich – mitten während der Covid-Krise – in Verkaufsverhandlungen für ihr Tiroler Zuhause.
Plötzlich geht alles ganz schnell:
Österreich adé – Ciao Toscana! Aus dem Reiseland wird ein neues Zuhause, und mit italienischer Steuernummer ausgestattet, halten die beiden nach fast zwei Jahrzehnten auf steter Tuchfühlung endlich Einzug in ihrem Heimathafen.
Samt Quietscheentchen-Ragazzo Antares, versteht sich!

Die Halbinsel Monte Argentario im Süden der Toskana ist ein echtes Highlight für Landschaftsfotografen.

Ein magischer Ort: Das Naturschutzgebet Diaccia Botrona in der Maremma ist ein Paradies für Naturliebhaber.
Was wir an dem Buch „Reise in den Heimathaften“ besonders sympathisch finden:
Es ist nicht nur eine Fundgrube für Italienfans, sondern auch ein guter Wegbegleiter für Menschen, die ebenfalls darüber nachdenken auszuwandern. Sehr ehrlich schildern Anita und Roland ihre Befürchtungen, zum Teil schwierige Prozesse – aber eben auch, wie sie aufgrund ihrer Sehnsucht und auf der Basis einer guten Partnerschaft alle Hindernisse überwinden.
Was wir ein wenig schade finden: Die fantastischen Fotos aus dem Hause Larini Photography gibt es leider nur in einem Extra-Bildband (und ein paar Kostproben hier in dem Blogbeitrag, vielen Dank dafür!).
Abgesehen davon sind wir sehr gern mit euch mitgereist auf eurem Weg ins Land eurer Träume, und hoffen, dass eure Reise – bei allen Abenteuern – auch stets ein Happy-end findet!

Entdecker-Info
Ihr seid neugierig geworden?
Buch und/oder Bildband sind
erhältlich.Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin gibt es auf der Homepage:

6 Comments
Liebes Entdecker-Team,
mein Lufthansa-Quietscheentchen hat mich stets begleitet, und mein österreichisches Herz schlägt für Reisen und mehr. Da ich schon mehrfach für längere Zeit im Ausland gelebt habe, freue ich mich besonders darauf, mehr von meinen Landsleuten zu lesen. Dabei interessieren mich weniger die typischen Touristen-Themen, sondern vielmehr das, was uns im täglichen Leben bewegt und antreibt.
Vielen Dank für diesen Vorgeschmack!
Euer treuer Leser
Leo Geiger
Lieber Leo,
wie spannend! Dann kennst du ja diesen Prozess des Eintauchens in eine fremde Kultur und Umgebung gut. WAs mich noch interessieren würde: Hast du denn auch schon dein Herzensland gefunden – oder bist du noch auf der Suche?
Ganz liebe Grüße!
Ines-Bianca
Ist ja witzig, wir hatten auch mal eine Quietscheente mit nach Italien genommen! Leider weiß ich nicht mehr, wo das kleine Ding abgeblieben ist, aber egal! Ich war in meinem Leben bisher dreimal in Italien und fand es immer wundervoll. Das Land, das Klima, die historischen Bauten und nicht zu vergessen: das Essen! Reiseführer wie diesen hatte ich schon seit Jahren nicht mehr in der Hand, aber Eure Vorstellung klingt ganz spannend!
Liebe Grüße
Jana
Liebe Jana,
das Essen – da sagst du was!!! 🙂 Davon kommt übrigens auch genug vor in Anitas und Rolands Reisetagebuch quer durchs Dolce-Vita-Land (nicht zu vergessen die flüssigen Köstlichkeiten)!
Mit hat gefallen, dass der Bericht weit entfernt ist von typischen Reiseführern. Stattdessen lernen wir die beiden, ihre Entdeckerfreude, aber mitunter auch ihre Zweifel, ihre Highlights, aber auch ihre Tiefschläge, ganz persönlich kennen. Es macht Spaß, mit ihnen durchs Land zu reisen und am Ende zu sehen, wie aus dem Urlaubsziel eine neue Heimat wird!
Ich selbst bleibe zwar vorerst auch Touristin in Italien – aber ich habe einige schöne Anregungen mitgenommen.
Dir ganz liebe Grüße aus dem Münsterland und eine herrliche Sommerwoche!
Ines-Bianca
Eine wirklich super sympathische Vorstellung eines außergewöhnlichen Reiseführers. Ich mag solche viel lieber als diese gängigen, schnöden Reiseführer, die es an jedem Touristenstand gibt. Gerade solche individuellen Reiseführer haben doch viel mehr Charme und bringen einem das Land viel natürlicher näher. Besonders, wenn es auch mal abseits der Touristenpfade ist.
In Italien war ich bislang nur einmal. Fand es aber grandios da. Ich möchte auf jeden Fall wieder dahin reisen, es gibt so viel zu entdecken. Aber wir werden ohne Quietsche-Entchen reisen. Es muss zu Hause aufpassen, dass keine ungebetenen Gäste kommen ;).
Liebe Grüße
Mo
Liebe Mo,
ich bin da total deiner Meinung! Wenn ich zum ersten Mal in einer Stadt bin, finde ich so einen gängigen Reiseführer ganz gut mit den zehn wichtigsten Highlights. Aber auch dann schaue ich immer schon, was ich in meiner Reise-Bubble an Spezialtipps finde. Und spätestens, wenn man für ein Land oder eine Region entbrannt ist und öfter dorthin reist, braucht es einfach eine andere Annäherung. Ich habe hier jedenfalls sehr viel mitgenommen für Regionen, die ich noch nicht kenne und freue mich schon auf den nächsten Italien-Trip. 😉
Im Zweifelsfall würde ich dann auch ganz gern mal die Dienste deines special forces Wach-Entchens in Anspruch nehmen … 😉
Ganz liebe Grüße!
Ines-Bianca