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Die pinke Karte und der rote Bus

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Drei Entdecker – drei Wünsche:


Kleiner Entdecker: „Ich möchte in den Mühlenhof!“

Entdecker-Mama: „Ich möchte Boot fahren!“

Entdecker-Papa: „Ich möchte den Doppeldecker-Bus ausprobieren!“


Und nun?

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Kein Problem! Das Einzige, was wir tun müssen: uns auf eine Reihenfolge einigen. Denn an diesem Wochenende sind wir mit der münstercard der Stadtwerke Münster und Münster Marketing unterwegs. Und die öffnet uns nicht nur die Türen zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten, sondern beinhaltet auch die Fahrten dorthin mit sämtlichen regulären Buslinien sowie dem Wasserbus „Solaaris“.


Kleiner Entdecker: „Echt? Einen ganzen Tag lang?!?”
Entdecker-Mama: „Das können wir selbst entscheiden. Die gibt's für einen oder für zwei Tage.”
Kleiner Entdecker: "Wenn das so ist, natürlich zwei Tage!"
Entdecker-Mama: "Okay - wir probieren das aus!"
Kleiner Entdecker: "Na, dann los!"
 

Ab in die City!


Das Auto bleibt an der Danziger Freiheit. Ah, da ist ja schon die Linie 2! Taschen geschnappt und ab in die City. Zum Einchecken im Hotel ist es zwar noch zu früh – aber das Gepäck nimmt die Rezeption gern schon entgegen.

Den Entdecker-Papa zieht es zur Klemensstraße. Denn dort soll um 10.22 Uhr der rote Doppeldecker ankommen. Tut er auch. Nur: Knackevoll ist er! Das goldenen Herbstwetter hat noch mehr Menschen in die Stadt – und in den beliebten Münsterbus – gelockt, und so müssen wir bei dieser Runde leider passen.

Dann also Alternativprogramm: Schließlich lockt gerade der Wochenmarkt auf dem Domplatz.

Kleiner Entdecker: "Da will ich hin!"

"Eine Bootsfahrt, die ist lustig ..."


Nach einem zweiten Frühstück auf dem Markt und einem kurzen Rundgang durch den Paulus-Dom wird es Zeit: Bald legt die "Solaaris" am Aasee an!
Entdecker-Mama: "Die will ich auf keinen Fall verpassen!"

Zu Fuß zum Aasee? Och nö, wir haben ja schließlich unsere „Rundum-sorglos-Karte“. Wir hüpfen einfach in den nächsten Linienbus und schauen, wo er uns hinbringt. Landgericht – das ist doch gar nicht so schlecht! Ein kurzer Gang über die Promenade, und schon blitzt der Aasee verlockend in der Sonne. Unser Timing ist perfekt: Die „Solaaris“ nimmt gerade Kurs auf den Anleger.

Wie der Name sagt, ist der Wasserbus solarbetrieben und damit gut für die Umwelt. Mit der Kraft der Sonne fahren wir über den Aasee.

Kleiner Entdecker: "Wie funktioniert das? Wie schnell kann das Boot fahren? Und was ist, wenn die Sonne mal nicht scheint?"

Der kleine Entdecker stellt Frage um Frage. Da ist der Technik-Papa gefragt. Mama lässt sich lieber den Fahrtwind um die Nase wehen. Heute gibt es sogar Rahmenprogramm auf dem See: die Ruderregatta. Wir beobachten einen spannenden Lauf und bewundern die Leistung der starken Männer im Vierer, die unsere „Solaaris“ locker überholen.

 

"Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön."


Am Mühlenhof ist es zu so früher Stunde noch beschaulich.


Der Leierkasten spielt, von den Bäumen rieselt golden gefärbtes Laub, in den historischen Gebäuden stehen wir staunend vor alten Handwerkszeugen und dem Rohrstock des Herrn Lehrer. Der kleine Entdecker ist tief beeindruckt:

„Wie gut, dass Schule heute ganz anders ist.“

Wir stöbern durchstöbern alle Gebäude und bewundern die alten, liebevoll restaurierten Mühlen. Nostalgie an allen Ecken und Enden! Ein bisschen fühlen wir uns wie in ein Grimmsches Märchen versetzt. Den Abschluss bildet ein zünftiges Mittagessen im Dorfkrug.

Tatsächlich vergessen wir darüber ganz die Zeit. Oh nein! Die „Solaaris“ fährt doch gleich ab!

Die Sache mit den Bussen

Zu spät, wir haben getrödelt. Dafür entdecken wir einen anderen Umwelt-Profi der Stadtwerke: die Linie 14. Der Elektrobus hat gerade fertig „getankt“, als wir am Naturkundemuseum ankommen. Deshalb lassen wir das Museum für dieses Mal links – beziehungsweise rechts – liegen und starten direkt durch.

Vor lauter Plauderei fällt uns erst nach zwei Haltestellen auf, wie ruhig es eigentlich ist im Bus. Wie auf Befehl erscheint auf der Anzeigetafel der passende Spruch: „Okay, wir fahren! Hören Sie was? Typisch Elektrobus; ganz leise!“ Wir sind beeindruckt und freuen uns über die umweltfreundliche Alternative im Straßenverkehr!

Dafür hören wir umso mehr, als wir in der Innenstadt aussteigen: das wunderbare Glockenspiel an der Rothenburg!

Kleiner Entdecker: "Wir haben extra ein Video für euch gemacht. Hört selbst!"

Papa ist allerdings nicht zufrieden, bevor er nicht mit dem Doppeldecker gefahren ist. Tja, dumm gelaufen! Diesmal rauscht der rote Bus an der Klemensstraße mit einer geschlossenen Gesellschaft an uns vorbei. Verflixt nochmal!

Dann halt Kultur: Im Picasso-Museum haben wir ebenfalls freien Eintritt mit der münstercard und nutzen das gern für die spektakuläre Chagall-Ausstellung. Nur den Audioguide müssen wir selbst bezahlen.



Wer den kleinen Entdecker kennt, ...

... weiß, dass der an keinem Museumsshop vorbeigehen kann, ohne sich das Angebot zumindest einmal genauer anzuschauen.

Und so kommt es, dass wir auch den letzten Münsterbus des Tages verpassen... Papa guckt sparsam, die Entdecker-Mama und der kleine Entdecker lachen ihn tüchtig aus. Das ist halt so eine Sache mit dem roten Bus. Statt dessen statten wir einfach noch einmal dem „Goldenen Hahn“ im Friedenssaal einen Besuch ab. Den kennen wir zwar schon, aber sich vorzustellen, dass an dieser Stelle der Grundstein für das heutige Europa gelegt wurde, ist immer wieder beeindruckend.

„Doppelt gemoppelt kann nicht schaden!“

..., meint der kleine Entdecker und bewundert die Porträts der streng blickenden Gesandten aus aller Herren Länder, die hier damals erbittert verhandelten.

An diesem Tag haben wir erst einmal genug gesehen. Zur Feier des Tages gehen wir aus und lassen es uns gut gehen. Wie praktisch, dass Mama und Papa heute einmal beide ein Gläschen Wein trinken dürfen - wir fahren ja Bus!

 

The wheels on the bus go round and round



Wie gut, dass wir die münstercard direkt für zwei Tage gebucht haben.

Nach einer erholsamen Nacht im Hotel zieht es Papa am nächsten Morgen – wie könnte es anders sein – zum Doppeldecker-Bus. Und siehe da! Diesmal sind genügend Plätze frei, und gut gelaunt gondeln wir über den Prinzipalmarkt Richtung Schloss.

Auf dem Weg zum Aasee lachen wir herzlich über die Anekdote vom trunksüchtigen Affen des Professor Landois', der immer schneller an den Weinflaschen war als die Gäste des ehemaligen Zoodirektors.

Domplatz, Universitätsviertel, Stadttheater – eine Stunde lang sehen wir „unser“ Münster einmal aus einer ganz neuen Perspektive. Wir sind überrascht, wie viel Neues wir noch erfahren.

Kleiner Entdecker: "Vielleicht studiere ich hier später einmal?"

Coole Kultur

Gut gelaunt klettern wir aus dem Bus und marschieren direkt ins LWL-Museum für Kunst und Kultur. Für die Führung, die mit der münstercard ebenfalls kostenlos wäre, sind wir zwar etwas früh dran. Aber das Museum hat auch so genug zu bieten. Neben den Kunstwerken fasziniert uns vor allem die monumentale Architektur, die den Altbau im Stil der Neorenaissance mit der Moderne verbindet.

Man sollte meinen, dass wir jetzt genug von Kunst und Kultur haben – aber weit gefehlt: Anfang der 90er Jahre zum Studium nach Münster gezogen, haben wir es bislang noch nie ins Lackmuseum geschafft. Das soll sich an diesem Tag ändern!

Und was sollen wir sagen: Das Museum ist eine weitere große Überraschung im Rahmen unseres münstercard-Wochenendes. Die kunstvoll gestalteten Kleinode aus mehreren Jahrtausenden entpuppen sich als wahre Schätze. Und bei einem Fakt schauen drei Entdecker ganz schön dumm aus der Wäsche:

Kleiner Entdecker: "Lack stammt tatsächlich vom Lackbaum?!?"
Entdecker-Mama: "Scheint so. Schau' mal. Da steht sogar ein Exemplar hinter dem Museum."
 

Ein Fazit?


Drei Entdecker – drei Meinungen:

Kleiner Entdecker: „Ich fand es cool, dass wir mit so vielen unterschiedlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt cruisen konnten.“
Entdecker-Mama: „Mir hat gut gefallen, wie vielfältig das Angebot ist. Je nach Wetter, Interessen und Tagesform kann man sich mit diesem Baukastensystem immer das passende Programm zusammenstellen.“
Entdecker-Papa: „Ich war überrascht, wie viel Neues wir noch entdeckt haben, obwohl wir die Stadt eigentlich gut kennen.“

Bis zum nächsten Mal!


Card_münstercard

Entdecker-Dank

Unser Entdecker-Dank geht an die Stadtwerke Münster, die uns die münstercard für zwei Tage zur Verfügung gestellt haben, um sie auf Herz und Nieren zu testen.

Entdecker-Info

Preise
Die münstercard kostet für einen Kalendertag 20 Euro (Kinder und Jugendliche von sechs bis 17 Jahren zwölf Euro) und für zwei Kalendertage 30 Euro (ermäßigt 16 Euro).
Erhältlich ist sie bei der Münster Information, dem Service-Zentrum mobilé gegenüber dem Hauptbahnhof, dem Stadtwerke CityShop, der Information im historischen Rathaus oder im Stadtwerke-Service-Center am Hafenplatz.
Außerdem gibt es die münstercard bei zahlreichen weiteren Partnern.
Wer es ganz digital-einfach haben möchte, kann sich auch die App herunterladen und die münstercard bequem in der App kaufen.

Entdecker-Tipp

Spontaneität ist alles!
Wir empfehlen, sich nicht zu sehr festzulegen beim Programmablauf, sondern sich einfach treiben zu lassen. Wenn die Solaaris oder der Doppeldecker gerade vorbeikommen und freie Plätze haben: spontan reinspringen und die Fahrt genießen!
Dann klappt auch die Sache mit dem roten Bus … :-)

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