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Mathe macht Spaß!

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Uiuiui. Jetzt ist mir doch ein bisschen mulmig zumute.

S o viele Kinder und Jugendliche. Und die sehen alle ziemlich schlau aus. Ob ich hier wirklich richtig bin? Naja, jetzt ist es zu spät für einen Rückzieher. Die Türen des Hörsaals öffnen sich, und wir strömen hinein. Orangene Markierung für Fünftklässler - blaue für Sechstklässler. Als wir alle einen Platz gefunden haben, geht es los: Die Klausuren werden verteilt.

Wo bin ich denn heute gelandet? Auf dem Campus der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Hier steht die Landesrunde der Mathematik-Olympiade auf dem Programm. Wie ich bis zu dieser Runde gekommen bin? Ich habe mich durch allerlei knifflige Aufgaben geknobelt - und offenbar relativ oft richtig gelegen. Jedenfalls habe ich eine Einladung bekommen, und jetzt haben wir den Salat!

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Die Mathe-Olympiade soll Freude und Interesse an dem oft so unbeliebten und trockenen Fach wecken.

Was ist die Mathematik-Olympiade überhaupt?

Ein Wettbewerb rund um Zahlen. Das klingt jetzt schlimmer als es ist. Denn diese Aufgaben machen viel mehr Spaß als der normale Mathematik-Unterricht. Und genau das ist auch das Ziel: Die Mathe-Olympiade soll Freude und Interesse an dem oft so unbeliebten und trockenen Fach wecken.

Organisiert wird der Wettbewerb in Nordrhein-Westfalen vom Landesverband Mathematikwettbewerbe. Los ging es für mich mit einer Hausaufgabe im September. Erst erschienen mir die Aufgaben ziemlich schwierig, aber nachdem ich mich eine Zeitlang damit beschäftigt hatte, bin ich doch auf viele Lösungen gekommen. Zumindest waren die Ergebnisse gut genug, dass ich in der zweiten Runde gegen viele andere Schüler aus dem Kreis Warendorf antreten durfte.

Auf dem Weg dorthin war ich schon ziemlich aufgeregt. Aber die Aufgaben waren ok. Ich hab‘ einfach mal drauflos gerechnet! Was für eine Überraschung, als der Regionalkoordinator des Vereins kurze Zeit darauf in die Klasse kam und mir erzählte, dass ich sogar noch eine Runde weitergekommen bin! 350 Schüler aus ganz NRW hatten sich dafür qualifiziert. In Düsseldorf sollte ich jetzt also gegen die besten Mathe-Cracks des Bundeslandes antreten. Au Backe!

Und nun? Im Archiv der Vereins-Homepage fanden wir ein paar Übungsaufgaben. Die nahm ich mir vor - aber als ich nicht weiterkam und selbst Mama und Papa scheiterten, rutschte mir das Herz doch ganz schön in die Hose. Ob das wohl gut gehen würde? Kommt mal mit zurück in den Hörsaal, dann erzähle ich es euch:

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Puuuh, diese Aufgabe hat's aber in sich!

Die Helfer teilen die Klausurmappen aus.

Neugierig schlage ich das Deckblatt um und linse vorsichtig auf die erste Aufgabe. Puh, das scheint mir machbar zu sein. Insgesamt sind es drei Aufgaben, die jeweils noch unterteilt sind. Wie die Aufgaben lauten, darf ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Aber schaut doch einmal unten bei unseren Entdecker-Infos. Da haben wir eine Musteraufgabe aus einem früheren Jahr zum Ausprobieren aufgeschrieben.

Zwei Stunden lang ackere ich mich durch die Fragen. Und insgesamt läuft es eigentlich ganz rund. Als ein Organisator uns sagt, dass wir die Klausuren abgeben sollen, habe ich fast alles geschafft. Nur eine Teilaufgabe wollte sich einfach nicht lösen lassen. Gemein! Ob es gereicht hat für einen Platz unter den besten Dreien? Das kann ich nicht sagen. Aber eigentlich ist das auch gar nicht so wichtig. Denn dass ich hier dabei sein durfte, war schon ziemlich cool!

Meinen Eltern hat es ebenfalls gut gefallen. Während ich mit den Zahlen kämpfte, besuchten sie einen Vortrag des mehrfachen Kopfrechen-Weltmeisters Gert Mittring - und waren schwer beeindruckt. Das hätte mich ja nun auch interessiert - immerhin hat die Entdecker-Mama mir ein signiertes Buch als Erinnerung mitgebracht.

Der Wettbewerb war aufregend und hat Spaß gemacht.

Anschließend gab es erst einmal Mittagessen - und dann ein Nachmittagsprogramm. Für mich ging es in die Deutsche Oper am Rhein, wo ich hinter den Kulissen ganz viel Spannendes erfahren und gesehen habe. Da lauert tatsächlich ein chinesischer Drache im Requisitenlager! Aber es gibt noch viel gefährlichere Tiere im Kostümfundus: nämlich die Motten.

Jetzt möchte ich zu gern einmal eine Vorstellung in dem Opernhaus erleben!
 
 

Matheolympiade_Schilder_hoch_Beitragsbild

Entdecker-Info

Wollt ihr mitknobeln?

Diese Aufgabe finde ich nicht nur besonders spannend, sondern auch lustig. Schließlich bin ich ein großer Harry-Potter-Fan!

Also versucht es mal:

111 Zauberlehrlinge unterhalten sich bei einem geheimen Treffen in Hogwarts über ihre genialsten Zaubersprüche. Dabei stellt sich heraus, dass 77 von ihnen den Spruch "Expelliarmus" (entwaffnet den Gegener mit einem roten Lichtstrahl), 35 den Spruch "Densaugeo" (lässt dem gegenüber riesige Schneidezähne wachsen) und 15 den Spruch "Levicorpus" (bewirkt, dass der Gegener kopfüber in der Luft hängt) kennen. 12 kennen "Expelliarmus" und "Densaugeo", 10 kennen "Expelliarmus" und "Levicorpus" und 6 kennen "Densaugeo" und "Levicorpus".

Zwei besonders begabte Zauberlehrlinge kennen sogar alle drei Zaubersprüche.

Wie viele der Zauberlehrlinge kennen keinen der drei Zaubersprüche?

Vielleicht habt Ihr ja jetzt auch Lust bekommen, bei der Mathematik-Olympiade mitzumachen?


CJ
CJ

2 Comments

  1. Ich habe eine Schwäche für leidenschaftliche Menschen. Toll, dass Dein Sohn etwas entdeckt hat, das ihn bewegt <3
    Wie seid ihr denn hinter die Kulissen der Oper gelangt? Gibt es dort öffentliche Führungen oder hattet ihr "Connections"?

    Liebe Grüße aus Berlin!

    • CJ sagt:

      Liebe Dana, da antworte ich mal selbst: Diese Aufgaben machen mir wirklich total viel Spaß! Tausendmal besser als die normalen Hausaufgaben! 😉 Die Opernführung war in unserem Rahmenprogramm angeboten. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dort selbst Führungen zu buchen oder an einer Gruppenführung teilzunehmen. Ganz liebe Grüße und vielen Dank!

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