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Stolpersteine in Münster: Rundgang gegen das Vergessen

Gerade in der Vorweihnachtszeit verwandelt sich die Metropole in ein glitzerndes Lichtermeer.
Berlin-Tipps für Entdecker
10. Dezember 2019


Stolpersteine - die erste Begegnung

„Mama, warum sind dort goldene Steine mit Namen im Pflaster? Und was war Auschwitz genau?“

Trotz des traurigen Hintergrundes hätte Künstler Gunter Demnig an diesem Nachmittag seine Freude am kleinen Entdecker. Denn der hat genau so auf die von Demnig 1992 erdachten „Stolpersteine“ reagiert, wie der Künstler sich das vorgestellt hat:
wahrnehmen – stehen bleiben – informieren – nachdenken.

 

Inzwischen erinnern mehr als 75000 Messingplatten deutschlandweit, aber auch im übrigen Europa an Juden und andere Verfolgte, die in der NS-Zeit deportiert worden und meist den Tod fanden. Viele davon im Vernichtungslager Auschwitz. Jeder Name erzählt eine eigene Geschichte von Verfolgung, Leid und Tod. Damit sind die Stolpersteine das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

 
 

„Ins Stolpern kommen“ ... nicht nur an den Stolpersteinen

Stolpersteine: An dieses Projekt ist auch der Name des historischen Rundgangs angelehnt, den der Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster seit einigen Jahren anbietet. Unter dem Titel „Ins Stolpern kommen“ können Geschichtsinteressierte knapp 30 Erinnerungsstationen an die Zeit des Nationalsozialismus in Münsters Innenstadt abgehen.

Über eine Mappe mit Infokarten und/oder über den Online-Auftritt der Villa ten Hompel gibt es die passenden Hintergrundinformationen.

Jede Station greift dabei einen anderen Aspekt auf: von Bücherverbrennungen über die Gleichschaltung der Presse bis hin zu Zerstörung und Wiederaufbau. Eigentlich für „Selbsterkunder“ konzipiert, machen wir uns an diesem Tag mit der ehemaligen Bezirksregierungs-Mitarbeiterin Ulrike Schneider-Möller auf den Weg durch die Stadt.

Der Löwe von Münster: Clemens August Graf von Galen

Den Auftakt macht der „Löwe von Münster“, Clemens August Graf von Galen. Seine Skulptur hebt auf dem Domplatz segnend die Hand.

Über wen er schützend die Hände hielt? Es waren die schwachen und kranken Mitglieder im nationalsozialistischen Staat: die geistig behinderten Menschen, die den Euthanasieverfahren des NS-Regimes zum Opfer fielen. In drei so genannten „Brandpredigten“ prangerte er vor versammelter Gemeinde die Aktionen des Staates als Morde an. So predigte er am 3. August 1941 von der Kanzel der St.-Lamberti-Kirche aus:

„Wenn einmal zugegeben wird, dass Menschen das Recht haben, unproduktive Mitmenschen zu töten und wenn es jetzt auch nur arme, wehrlose Geisteskranke trifft, dann ist grundsätzlich der Mord an uns allen, wenn wir alt und altersschwach und damit unproduktiv werden, freigegeben.“

Seine Popularität schützte ihn zwar vor der Verhaftung – doch die Euthanasieverfahren gingen weiter. „Immerhin konnte er einen Aufschub erwirken, und die Aktionen liefen anschließend nur noch verdeckt weiter“, erzählt Schneider-Möller.

Nach dem Krieg berief Papst Pius XII. den „Löwen von Münster“ in das Kardinalskollegium. Doch die Ernennung, verbunden mit einer Kräfte zehrenden Reise nach Rom, hatte ihren Preis: Nur einen Monat später starb Kardinal von Galen an einer verschleppten Blinddarmentzündung.

„Immerhin konnte von Galen erwirken, dass die Euthanasieverfahren vorübergehend ausgesetzt wurden.“

 
 

Weiter zum nächsten „Stolperstein“

Es ist kein leichter Rundgang für den noch jungen Entdecker. An manchen Stationen tritt er einen Schritt beiseite, weil ihn die Fülle der traurigen Details überrollt. „Erinnerungskultur“ – das spricht sich als Wort leicht daher. Doch diese Thema ist ein forderndes. Nicht umsonst hat sich die „Generation der Täter und Mitläufer“, wie sie oft pauschal genannt wird, nach der Entnazifizierung erst einmal in Wiederaufbau und Wirtschaftswunder geflüchtet.

Wir können das nachvollziehen - finden aber, dass es angesichts der aktuellen Strömungen im Land wichtiger ist denn je, noch einmal genau hinzuschauen, was Populismus und extremes Gedankengut anrichten können. Oder auch Wegschauen ...

Also schauen wir hin!
 
 

Als selbst der Kiepenkerl ins Stolpern geriet ...

Am Kiepenkerl-Denkmal schmunzelt die Gruppe zunächst: Jemand hat einen Aufkleber zu Füßen der bronzenen Figur platziert, auf dem „Gechillter Typ“ steht. Tatsächlich kommt der Pfeife schmauchende Händler mit der Korbtrage – der „Kiepe“ – auf dem Rücken erst einmal ganz gemütlich daher. Doch der 1896 eingeweihte Kiepenkerl, der die enge Verbindung zwischen Stadt und Land in der Westfalenmetropole symbolisieren sollte, hat stürmische Zeiten erlebt.

Auch im idyllischen Münster zogen bald Soldaten – anfangs noch jubelnd – in den Ersten Weltkrieg, ging das Kaiserreich unter, ermöglichten die Flügelkämpfe in der Weimarer Republik den Aufstieg Hitlers und der NSDAP. Ungerührt beobachtete der gechillte Typ mit der Kiepe Aufmärsche der Hitlerjugend, Ausschreitungen im Zuge der Pogromnacht und mit Kriegsbeginn die immer länger werdenden Schlangen vor den Lebensmittelgeschäften.

Ab 1943 prasselten schließlich Bomben auf den Kiepenkerl nieder.

Um ihn herum versank das Kiepenkerlviertel in Schutt und Asche – allein: Das mit Kupfer überzogene Gips-Denkmal blieb stehen und wurde von den Nazis prompt für Propagandazwecke missbraucht. „Trotzdem und dennoch – Wi staoht fast!“, knallten die Nazis den inzwischen ziemlich kriegsmüden Münsteranern auf einem martialisch gestalteten Plakat um die Ohren.

Beim Einmarsch der Amerikaner war aber Schluss mit der Heldenhaftigkeit. Der Kiepenkerl stürzte vom Sockel. „Wir wissen nicht genau, ob die Figur mutwillig zerstört wurde oder einfach doch zu stark unter den Bombenangriffen gelitten hatte“, schildert Ulrike Schneider-Möller.

Ebenso wechselhaft ging es für den Kiepenkerl nach dem Krieg weiter.

Erst erlebte er eine Renaissance, als 1953 anlässlich des Deutschen Bauerntages eine Kopie errichtet wurde. Zur Einweihung gab sich Bundespräsident Theodor Heuss persönlich die Ehre und ernannte Münster zur „schönsten Stadt Deutschlands“. Aber es gab auch kritische Stimmen, die den Nachguss des Kiepenkerls als Anzeichen dafür nahmen, dass die Stadt Münster die Jahre der nationalsozialistischen Herrschaft und des Krieges am liebsten ausblenden wolle.

Wir sind überrascht, wie viel Geschichte und Geschichten sich am Ende hinter der Figur verbergen, an der wir oft so achtlos vorbeigegangen sind. „Gechillter Typ“? Die Geschichte mit dem Kiepenkerl aus Edelstahl, den der Künstler Jeff Koons den Anwohner bei den Skulpturen-Projekten 1987 vorsetzte, mag noch lustig sein. Spätestens seit der Amokfahrt zu seinen Füßen im April 2018, bei der vier Menschen starben, können wir das so nicht mehr umkommentiert stehen lassen. Das Schmunzeln auf unseren Gesichtern ist eingefroren.

 

Wir „stolpern“ weiter durch die Stadt.

Wer den ganzen Rundgang macht, wird 29 Mal gebremst auf seinem Weg und auf die Besonderheiten des jeweiligen Standortes aufmerksam gemacht.

Inzwischen sensibilisiert, fallen der Gruppe vor allem die messingblanken Stolpersteine schnell ins Auge. Die meisten gelten Mitgliedern der jüdischen Gemeinde: „Von den 708 Juden, die vor dem Krieg in Münster registriert waren, haben nur 24 überlebt“, hat Müller-Schneider die erschütternden Zahlen parat.

Aber auch alle anderen, die dem nationalsozialistischen Regime ein Dorn im Auge waren, mussten weichen: Pater Benninghaus etwa, der 1941 wegen staatsfeindlicher Äußerungen verhaftet wurde und 1942 im Konzentrationslager Dachau den Hungertod starb. Hermann Beverburg, der der verbotenen Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehova angehörte und dessen Spur sich 1942 in Mauthausen verlor. Oder der Textilkaufmann Ferdinand Edmund Northoff, der – schwer traumatisiert durch die Erlebnisse im Bombenkeller – zu einem Opfer der Euthanasie-Morde wurde.

„Von den 708 Juden, die vor dem Krieg in Münster registriert waren, haben nur 24 überlebt.“

 

Die Macht der Stolpersteine

Von den ersten Schikanen der jüdischen Bevölkerung über die Ausschreitungen in der Pogromnacht bis hin zu den Deportationen war es kein langer Weg mehr. Wir stehen inzwischen im Rathausinnenhof. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, findet hier gleich mehrere Arbeiten im Zeichen der Erinnerungskultur:

Rudolf Breilmanns Hand-Skulptur am Turm zum Beispiel, die sich nach der Friedenstaube streckt. Die daneben angebrachte Gedenktafel ist recht allgemein gehalten: „Den Opfern der Kriege und der Gewalt“ ist sie gewidmet. Ein schon markanterer Punkt im Stadtbild sind die Bänke des baskischen Künstlers Eduardo Chillida unter dem Titel „Toleranz durch Dialog“. Im Kern an die Friedensverhandlungen zum Ende des Dreißigjährigen Krieges erinnernd, rufen sie auch im übertragenen Sinne zu gegenseitigem Verständnis und friedlicher Koexistenz auf.

Eine andere Sprache sprechen aber - auch hier wieder - die Zeugnisse des Holocausts: die Stolpersteine.

Im Rathausinnenhof erinnern sie an die Familie des Rabbiners Dr. Julius Voos. Die geplante Emigration nach Shanghai scheiterte – statt dessen ging es für Vater, Mutter und Kind ins Vernichtungslager Auschwitz - und damit in den sicheren Tod.

Sohn Denny wurde nur zwei Jahre alt.
 

Am Ende des Rundgangs weiß der kleine Entdecker, was die Stolpersteine und die Angaben darauf bedeuten.

Hinter uns liegt ein bewegender Nachmittag – aber wir haben auch unser ganz persönliches Zeichen gegen das Vergessen gesetzt. Und folgen damit dem Motto, das sich die Villa ten Hompel, die den Geschichtsrundgang federführend entwickelt hat, auf die Fahnen geschrieben hat:

 

„Gemeinsam gegen Antisemitismus.“


Noch bis zum 15. Februar 2020 ist im Foyer der Bezirksregierung Münster am Domplatz die Ausstellung "Einige waren Nachbarn" zu sehen.

Entdecker-Tipp

Wie war der Holocaust möglich?

Dieser Frage geht die Sonderausstellung „Einige waren Nachbarn“ nach, die noch bis zum 15. Februar 2020 im Foyer der Bezirksregierung Münster zu sehen ist.


Konzipiert hat die Ausstellung das United States Holocaust Memorial Museum Washington D.C.


Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr. Jeweils samstags um 11 Uhr findet eine öffentliche Führung statt.

Der Eintritt ist frei.

Entdecker-Info

Das Kartenmaterial für den Geschichtsrundgang können Interessierte im Stadtmuseum Münster für den Preis von fünf Euro erwerben.


Außerdem gibt es unter nachfolgendem Glühbirnen-Link weitere Infos zu den Stationen auf der Seite des Geschichtsortes Villa ten Hompel.

Und natürlich haben wir Entdecker auch schon zuvor über Münster geschrieben, zum Beispiel über die Astronomische Uhr im Dom.

Entdecker-Dank

*Werbung
Unser Entdecker-Dank geht an die Bezirksregierung Münster sowie an die Stadt Münster mit dem Geschichtsort Villa ten Hompel, die diese Entdecker-Story auf Basis eines Insta-Walks ermöglicht haben.
Unsere Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.
Im Rathaus-Innenhof gibt es gleich mehrere Installationen im Zeichen der Erinnerungskultur. Neben den allgegenwärtigen Stolpersteinen unter anderem Chillidas "Toleranz durch Dialog".

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12 Comments

  1. dr.lirpa sagt:

    Wow, ich bin total beeindruckt! Du schreibst echt toll und verstehst es, dieses „schwere“ und traurige Thema angemessen und gleichzeitig doch auch spannend zu vermitteln. Und tolle Infos und Tipps sind dabei! LG

    • Ines-Bianca sagt:

      Vielen Dank für dieses riesengroße Kompliment! Das Thema liegt uns sehr am Herzen – und wir freuen uns sehr, wenn wir es so vermitteln können, dass es auf positive Resonanz stößt! Jeder, den wir auf diesen Rundgang locken, ist ein Gewinn! Herzliche Grüße!
      Ines-Bianca

  2. Leo Geiger sagt:

    Es gibt Themen auf dieser Welt, die nicht bequem sind, aber die Welt braucht auch Menschen, die genau darüber schreiben. Danke für die etwas andere Aufarbeitung! Klasse Beitrag – und für den nächsten Aufenthalt in Münster sind die Sinne anders gepolt …

    • Ines-Bianca sagt:

      Auch für diesen Kommentar bedanken wir uns sehr! Wir hoffen sehr, dass wir mit Aufarbeitungen wie dieser unseren Teil dazu beitragen können, den Botschaften, die in genau die andere Richtung gehen, etwas entgegen setzen zu können!

  3. Ina sagt:

    Ja so ein wichtiges Thema, was gerade wieder immer wichtiger wird! Bei unseren Kinder war das Thema sehr zeitig präsent und aktuell, den die 2 ältesten sind in Dachau geboren u. das wurde gerade als wir dann in Norwegen lebten immer mal wieder, denn Dachau ist dort ein Begriff. Aber auch vorher war das schon ein Thema,denn meine Mama hat in der KZ Gedenkstätte gearbeitet und dadurch habe ich sehr viele Holocaust Überlebende kennen gelernt und an die GEspräche mit Max Mannheimer zum Beispiel werde ich immer denken. Auch unsere Nr.3 jetzt 10 Jhr. interessiert sich sehr für das Thema und auf ihrem Schulweg sind einige Stolpersteine,neulich hat sie sogar welche davon geputzt. Gerade hier in der Region in Ostdeutschland ist es so wichtig immer wieder an dieses Thema zu erinnern und nie zu vergessen was geschah!

    LG aus Görlitz Ina

    • Ines-Bianca sagt:

      Liebe Ina,
      da habt Ihr ja intensive Berührungspunkte mit diesem Thema. Ja, ich kann mir denken, wie eindrucksvoll die Begegnungen gewesen sind. Im Rahmen meiner Arbeit als Redakteurin habe ich auch viele Zeitzeugen kennen gelernt. Und Dachau war eine der ersten Gedenkstätten, die ich besucht habe (das Thema war einer meiner Studienschwerpunkte). ich habe lange an diesem Besuch geknabbert, obwohl mir in der Theorie vorher alle Fakten schon bekannt waren. Damals habe ich sehr selbstbewusst gesagt, dass jeder Deutsche verpflichtet sein sollte, in seinem Leben wenigstens eine dieser Stätten zu besuchen … heute weiß ich, dass das ein sehr fordernder Stoff ist, der manche Menschen eben auch überfordert.
      Deshalb gefällt mir die Idee dieses Rundgangs besonders gut: Jeder kennt die Plätze in Münster, ist oft achtlos an den Steinen und Skulpturen und Bauwerken vorbeigegangen. Ich finde, es ist zumutbar, sich in seiner täglichen Umgebung punktuell einmal zu erinnern an Zeiten, in denen Münster eben nicht nur das harmlos-pittoreske Studentenstädtchen mit dem hübschen Rathaus war.
      Wenn ihr mal in der Gegend seid, meldet euch gern – dann übernehmen wir die Führung! 🙂
      Liebe Grüße!
      Ines-Bianca

  4. Silke Kords sagt:

    Meine Freundin,

    ein düsteres Kapitel, in der Tat, schau, so studierten wir dort gemeinsam, waren uns der Geschichte der Stadt wohl bewusst – ich sage nur „Lambertikirchturm-Käfige“ und doch – ganz ehrlich, die Stolpersteine und Hintergründe dazu hast du mir jetzt, über 20 Jahre später, mit diesem Beitrag nahe gebracht.

    In klugen und treffenden Worten, mit einer klaren Aussage dahinter und viel Fingerspitzengefühl.

    Danke dafür!
    Deine Shille

    • Ines-Bianca sagt:

      Liebe Freundin,
      auch dieser Kommentar bedeutet mir sehr viel! Ich war anfangs skeptisch, ob wir das Thema als Entdeckerstory aufbereiten sollen, wo unsere Geschichtensammlung doch im Allgemeinen so bunt und fröhlich daherkommt.
      Aber es sind Geschichten, die ebenfalls erzählt werden müssen, und genau die Aussage, die Du ansprichst, ist uns wichtig – und hier haben wir eine Plattform dafür!
      Unser Dank gilt jedem, der auf seine Weise dazu beiträgt, Flagge zu zeigen!
      Deine Ines-Bianca

  5. Miriam sagt:

    Die Stolpersteine sind solch eine tolle Idee – gewesen und immer noch, gerade in der heutigen Zeit, wo viele beginnen zu vergessen, was damals war (oder zumindest so handeln). Ich bleibe auch oft stehen und halte kurz inne. Manchmal gibt es ja Geschichten zu den Steinen, manchmal leider nicht so viele Infos, aber ich finde dieses Erinnern total wichtig und auf eine ganz imposante Art umgesetzt.

    • Ines-Bianca sagt:

      Liebe Miriam,
      hinter jedem Stein ein Schicksal, hinter jedem Stein eine traurige Geschichte.
      Ich stehe immer wieder fassungslos davor, und es ist manchmal sehr schwer, sich der einzelnen Geschichte zu stellen.
      Bei uns gibt es Patenschaften für die Steine – die Paten, manchmal sind es Schülergruppen, manchmal gesichtsinteressierte Einzelpersonen, forschen nach und kümmern sich darum, dass die Steine nicht beschwert werden. In meinen Augen eines der besten und wirksamsten Elemente in Sachen Erinnerungskultur, die jemals ins Leben gerufen wurden!
      Dir liebe Grüße!
      Ines-Bianca

  6. Katja sagt:

    Wieder mal eine wunderbar aufgearbeitete und beschriebene Geschichte. Du schaffst es immer wieder, selbst schweren Inhalt toll zu erklären und zu verpacken.
    Danke für den traurigen aber wichtigen Input.

    Liebe Grüße, Katja

    • Ines-Bianca sagt:

      Liebe Katja,
      vielen Dank! Ich habe ja nicht ohne Grund Geschichte und Politik studiert und bin Journalistin geworden. Unsere Entdeckerstorys sind zwar viel bunter und unpolitischer als meine sonstige Arbeit – aber was muss, das muss! Eigentlich denke ich immer, die Welt sollte vernünftiger werden, aber die Menschen sind offenbar unbelehrbar. So ganz leicht wollen wir ihnen das Feld dann aber doch nicht überlassen!
      Und wenn ich mich mal wieder genug aufgeregt habe, hole ich mir bei Dir die passenden Tipps, um wieder runterzukommen … 😉
      Ganz liebe Grüße!
      Ines-Bianca

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