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	<title>Deutschland Archive - entdeckerstorys.de</title>
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	<description>Geschichten für kleine und große Abenteurer</description>
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	<title>Deutschland Archive - entdeckerstorys.de</title>
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		<title>Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ines-Bianca]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Dec 2022 21:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Places We Love]]></category>
		<category><![CDATA[Stories We Tell]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
		<category><![CDATA[Burgen und Schlösser]]></category>
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		<category><![CDATA[Museum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich zur Königin von England bestimmt, landete Wilhelmine von Preußen in Bayreuth - und legte hier den Grundstein für die spätere Wagner-Ära. Im Zentrum der Geschichte steht das Markgräfliche Opernhaus, seit 2012 UNESCO-Weltkulturerbe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://entdeckerstorys.de/bayreuth-zwischen-wilhelmine-und-wagner/">Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner</a> erschien zuerst auf <a href="https://entdeckerstorys.de">entdeckerstorys.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="image_frame image_item no_link scale-with-grid alignnone no_border" ><div class="image_wrapper "><img decoding="async" class="scale-with-grid" src="" alt="" title="" width="" height="" style=""/></div></div>
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<h4>Was bedeuten Wilhelmine und Wagner für Bayreuth?</h4>
<p>Die Markgräfin, die eigentlich als Königin von England angetreten war, und das besessene Genie, das die Oper revolutioniert hat: Es sind diese beiden Persönlichkeiten, die Bayreuth als kulturellen Hotspot mit internationaler Strahlkraft bis heute maßgeblich geprägt haben. Ein Stadtspaziergang bringt uns die beiden Künstlerseelen und ihr Wirken näher.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Wilhelmine_720.jpg" alt="Markgräfin Wilhelmine verwandelte Bayreuth im 18. Jahrhundert in ein Zentrum für Kunst und Kultur." /><br />center</p>
<p>Markgräfin Wilhelmine verwandelte das zuvor provinzielle Bayreuth im 18. Jahrhundert in ein blühendes Zentrum für Kunst und Kultur.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Wahnfried1_720.jpg" /><br />center</p>
<p>In der Villa „Haus Wahnfried“ ließ sich Richard Wagner dauerhaft nieder und empfing hier namhafte Gäste. Zum Kriegsende wurde sie fast völlig zerstört.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
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<h4>Markgräfin statt Königin</h4>
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<p>Was muss das für ein Kulturschock für Friederike Sophie Wilhelmine von Preußen gewesen sein, als sie im Januar 1732 ins provinzielle Markgrafentum Bayreuth kam! Eben noch zur Königin von England bestimmt, hatte ihr Vater, der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. von Preußen, nach jahrelangem entwürdigenden Hin und Her mit dem englischen Hofe die Nase voll.Eine geeignete Alternative musste her! Und die fand er in Friedrich III. von Bayreuth-Brandenburg, denn hier sah er eine gute Gelegenheit, die fränkische Markgrafschaft wieder stärker an Brandenburg zu binden. Im November 1731 fand die Hochzeit auf dem Berliner Schloss statt, danach stand der Umzug an.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Wegweiser_720.jpg" alt="Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner:" /><br />Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Hübsch, aber für Wilhelmine, die sich schon als zukünftige Königin von England gesehen hatte, bedeutete Bayreuth erst einmal ein Abstieg.<br />Für Wilhelmine, die sich als zukünftige Königin von England gesehen hatte, bedeutete Bayreuth ein Abstieg.<br />center</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Neues_Schloss_720.jpg" alt="Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Kurzerhand beschloss Wilhelmine, aus Bayreuth ihr eigenes Reich der Schönen Künste zu machen." /><br />Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Kurzerhand beschloss Wilhelmine, aus Bayreuth ihr eigenes Reich der Schönen Künste zu machen.<br />Kurzerhand beschloss Wilhelmine, aus der Stadt ihr eigenes Reich der Schönen Künste zu machen.<br />center</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Hofgarten_720.jpg" alt="Bayreuth zwischen Wagner und Wilhelmine: Typisch barock sind die Brunnenanlagen, die Wilhelmine im Hofgarten anlegen ließ." /><br />Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Typisch barock sind die Brunnenanlagen, die Wilhelmine im Hofgarten anlegen ließ.<br />Typisch barock sind die Brunnenanlagen, die Wilhelmine im Hofgarten anlegen ließ.<br />center</p>
<h4>Spinnweben in der Provinz</h4>
<p>Der Ortswechsel an sich kam Wilhelmine erst einmal gelegen. Die Verhältnisse am preußischen Hof ihres Vaters waren schwierig gewesen. Insbesondere der Kronprinzenprozess nach dem missglückten Fluchtversuch ihres Lieblingsbruders, Friedrich der Große, hatte in ganz Europa für Aufsehen gesorgt. So konnte die 22-Jährige es kaum erwarten, von Berlin wegzukommen.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>„Das war für Wilhelmine erst einmal ein gesellschaftlicher Abstieg.“<br />Gästeführerin Claudia Dollinger<br />hide</p>
<p>Doch in ihrer neuen Heimat fand die preußische Prinzessin keineswegs das ihr versprochene glanzvolle Zuhause vor, sondern ein zugiges und düsteres Residenzschloss mit zerbrochenen Fensterscheiben und voller Spinnweben. „Hinzu kam der fränkische Akzent, der für die junge Preußin kaum verständlich war, hatte sie doch als zukünftige englische Regentin die deutsche Sprache erst im Alter von zehn Jahren erlernt“, weiß Gästeführerin Claudia Dollinger. „Vorrang hatten das bei Hofe übliche Französisch und Englisch gehabt.“<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
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<h4>Auf dem Weg zum Reich der Schönen Künste</h4>
<p>Schmach auf der ganzen Linie also? Nur bedingt. Denn trotz des gesellschaftlichen Abstiegs und des enttäuschenden Auftakts ließ sich Wilhelmine nicht entmutigen. Gestählt durch ihre harten Jugendjahre unter der Fuchtel des „Soldatenkönigs“ und strenger Erzieherinnen beschloss sie kurzerhand, aus der fränkischen Markgrafschaft ihr eigenes glänzendes Reich der Schönen Künste zu machen.Eine Tatsache half dabei erheblich: Tatsächlich waren ihr Ehemann Friedrich III. und sie einander innig zugetan, wie die Quellen belegen. Überzeugt von den Qualitäten seiner Gemahlin ließ der Bayreuther Erbprinz ihr freie Hand bei der Umgestaltung ihres neuen Lebensmittelpunktes.Als Markgraf Friedrich seiner frisch angetrauten Gemahlin zum 24. Geburtstag im Jahr 1735 das Areal der Eremitage vor den Toren der Stadt schenkte, ließ sie ihrer Kreativität — gemäß ihren Ansprüchen — freien Lauf: Aus dem einfachen Alten Schloss machte sie eine prunkvoll ausgestattete Barockresidenz, später sollte noch das Neue Schloss mit märchenhafter Orangerie folgen. Die schönste höfische Parkanlage weit und breit wird komplettiert durch Wasserspiele, künstliche Ruinen und einen Sonnentempel.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_City_Weihnachtsmarkt_720.jpg" alt="Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Aus der Stadt lässt sich doch was machen? Wilhelmine nahm die Sache in die Hand!" /><br />full<br />Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Aus der Stadt lässt sich doch was machen? Wilhelmine nahm die Sache in die Hand!<br />Aus der Stadt lässt sich doch was machen? Wilhelmine nahm die Sache in die Hand!<br />contain<br />center center<br />hide</p>
<h4>Wilhelmines Faible für Musik</h4>
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<p>Der Anfang war gemacht. Stück für Stück schuf sich Wilhelmine einen glanzvollen Rahmen für ihre Interessen. „Die Schönen Künste waren ihre neue Passion“, bringt es die Gästeführerin auf den Punkt. Vor allem die Musik — und hier besonders die Oper — hatte es ihr angetan. Die hochmusikalische Königstochter komponierte eigene Werke, verfasste selbst die Libretti und versammelte die Crème de la Crème der europäischen Opernszene an ihrem Hof in Bayreuth.<br />
<br />1744 ging sie noch einen Schritt weiter: Anlässlich der bevorstehenden Hochzeit ihrer einzigen Tochter, Elisabeth Friederike Sophie, mit Herzog Carl Eugen von Württemberg beschloss sie, ein Opernhaus in Auftrag zu geben, das sich mit den führenden Häusern der großen Kunstmetropolen messen können sollte.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Opernhaus_Ansicht_800.jpg" alt="Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Auf den ersten Blick fügt sich das Opernhaus unaufgeregt in das Stadtbild ein - Wilhelmine wollte die Bevölkerung nicht mit einem zu offensichtlichen Prunkbau vor den Kopf stoßen." /><br />Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Auf den ersten Blick fügt sich das Opernhaus unaufgeregt in das Stadtbild ein &#8211; Wilhelmine wollte die Bevölkerung nicht mit einem zu offensichtlichen Prunkbau vor den Kopf stoßen.<br />Auf den ersten Blick fügt sich das Markgräfliche Opernhaus unaufgeregt in das Stadtbild ein. Der Grund dafür: Wilhelmine wollte die Bevölkerung nicht von vornherein mit einem zu offensichtlichen Prunkbau vor den Kopf stoßen.<br />center</p>
<h4>Das Markgräfliche Opernhaus — ein architektonisches Meisterwerk</h4>
<p>Dafür verpflichtete sie einen wahren Könner: „Keinen Geringeren als Giuseppe Galli Bibiana, zuvor Kaiserlicher Hofarchitekt in Wien“, schildert Claudia Dollinger. Aus Holz und Leinwand schuf der Italiener in Zusammenarbeit mit seinem Sohn Carlo in kürzester Zeit ein architektonisches Meisterwerk nach dem Vorbild des italienischen Logentheaters. Die selbsttragende Konstruktion ist in die steinerne Gebäudehülle hineingestellt, die hölzernen Schmuckelemente und Skulpturen wurden außerhalb des Opernhauses vorgefertigt und später eingepasst.Auffällig ist die opulente Pracht — denn das Markgräfliche Opernhaus diente in erster Linie dem Zweck des Repräsentierens. „Das gesellschaftliche Ereignis war tatsächlich wichtiger als das Bühnenereignis“, bestätigt Dollinger und erklärt die Staffelung der Ränge — von der Fürstenloge über den Hochadel sowie den niederen Adel bis hin zu den finanzstarken Kaufleuten im vierten Rang.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
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<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Opernhaus_Saal1_720.jpg" alt="Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Goldene Pracht empfängt den staunenden Besucher im Inneren des Saals." /><br />Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Goldene Pracht empfängt den staunenden  Besucher im Inneren des Saals.<br />Goldene Pracht empfängt den staunenden  Besucher im Inneren des Saals.<br />center</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Opernhaus_Buehne_720.jpg" alt="Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Allein das Bühnenbild ist schon ein Kunstwerk für sich." /><br />Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Allein das Bühnenbild ist schon ein Kunstwerk für sich.<br />Allein das Bühnenbild ist schon ein Kunstwerk für sich.<br />center</p>
<p><br />Gallery<br />no-repeat;left top;;<br />auto</p>
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<h4>Vom barocken Glanz in den Dornröschenschlaf</h4>
<p>So erlebten die geladenen Gäste 1748 eine glanzvolle Hochzeit in dem Opernhaus, das heute als besterhaltenes Beispiel eines freistehenden barocken Hoftheaters gilt und deshalb seit 2012 den Titel UNESCO-Weltkulturerbe trägt.<br />
<br />Auf Zeiten des Prunks folgte damals allerdings zunächst der Niedergang. Mit dem Tod Wilhelmines 1758 gab es keine Fürsprecherin für das eigentlich überdimensionierte Theater mehr, es versank — vorerst — im Dornröschenschlaf.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Opernhaus_Schwenk1.mov<br />https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Opernhaus_Schwenk1.mov<br />contain<br />center center<br />hide</p>
<p>UNESCO-Weltkulturerbe: Das besterhaltene freistehende barocke Opernhaus der Welt sorgt auch heute noch für Begeisterung beim Besucher.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Opernhaus_Schwenk2.mov<br />https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Opernhaus_Schwenk2.mov<br />contain<br />center center<br />hide</p>
<p>Wegen der sensiblen baulichen Substanz gibt es nur wenige Vorführungen im Jahr. Bei der Führung mit Filmvorführung erhalten Besucher einen ersten Eindruck.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
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<p>https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Wahnfried.mov<br />https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Wahnfried.mov<br />contain<br />center center<br />hide</p>
<p>Wagner prägt Bayreuth bis heute: Nach dem Krieg wiederaufgebaut, ist die Villa Wahnfried inzwischen ein gut besuchtes Museum.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<h4>Als Richard Wagner vor der Tür stand</h4>
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<p>Rund 100 Jahre später jedoch stand plötzlich ein illustrer Gast vor der Tür: 1871 kam Richard Wagner in Begleitung seiner zweiten Ehefrau Cosima nach Bayreuth, um das Markgräfliche Opernhaus als Austragungsort für seinen „Ring der Nibelungen“ zu besichtigen. „Aber das war ihm alles zu üppig“, weist die Gästeführerin auf die unzähligen Vergoldungen, die Säulen in Marmor-Optik und die spätbarocken Deckengemälde.<br />
<br />Immerhin: Nun, da Wagner erst einmal vor Ort war, fackelten die Stadtoberen nicht lange und boten dem berühmten Künstler den Grünen Hügel als Baugrund, auf dem heute das Festspielhaus prangt. So war es Wilhelme posthum doch noch einmal gelungen, der Kunst eine weitere Bühne in Bayreuth zu schaffen. „Und immerhin hat Wagner hier im Opernhaus zur Grundsteinlegung des Festspielhauses wenigstens einmal dirigiert: Beethovens 9. Symphonie“, weist Claudia Dollinger Richtung Bühne.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>20</p>
<p>20</p>
<h4>Wagnerstadt mit Licht und Schatten</h4>
<p>Der Rest ist Geschichte: Noch immer zieht es Jahr für Jahr Tausende von Wagner-Fans nach Bayreuth ins Festspielhaus. Es ist das einzige Opernhaus weltweit, das dem Werk nur eines Künstlers gewidmet ist. Und auch sonst eroberte Bayreuth das Herz des eigenwilligen Komponisten: Am Hofgarten ließ er sich von Baumeister Carl Wölfel seine Künstlervilla „Haus Wahnfried“ errichten.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>„Hier fand der Wahn seinen Frieden“<br />Gästeführerin Claudia Dollinger<br />hide</p>
<p>Im Laufe der Jahre beherbergte die Villa namhafte Gäste, unter anderem auch Adolf Hitler, der Wagner zu seinem Lieblingskomponisten erkoren hatte und engen Kontakt mit der Familie des Verstorbenen pflegte. Kein Wunder also, dass das Gebäude mit seinen dem Nationalsozialismus stark zugeneigten Bewohnern zum Kriegsende ins Visier der Alliierten geriet und in den Bombennächten stark zerstört wurde. Zur 100-Jahr-Feier der Festspiele wurde das wiederaufgebaute Haus Wahnfried 1976 als Richard Wagner Museum eröffnet.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>20</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Wahnfried_Inschrift_720.jpg" alt="Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Wilhelmines Vorarbeit war es, die später Richard Wagner nach Bayreuth locken sollte." /><br />full<br />Wilhelmines Vorarbeit war es, die später Richard Wagner nach Bayreuth locken sollte: Die „Villa Wahnfried“ entstand nach seinen Vorgaben.<br />Durch Wilhelmines Vorarbeit fand Richard Wagner nach Bayreuth: Die „Villa Wahnfried“ entstand nach seinen Vorgaben.<br />contain<br />center center<br />hide</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Wahnfried2_720.jpg" alt="Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: „Die Welt weiß, wer hier ruht“, steht selbstbewusst auf dem Grabstein Richard Wagners und seiner zweiten Ehefrau Cosima" /><br />full<br />„Die Welt weiß, wer hier ruht“, steht selbstbewusst auf dem Grabstein Richard Wagners und seiner zweiten Ehefrau Cosima.<br />„Die Welt weiß, wer hier ruht“, steht selbstbewusst auf dem Grabstein Richard Wagners und seiner zweiten Ehefrau Cosima.<br />contain<br />center center<br />hide</p>
<p>20</p>
<h4>Kultureller Hotspot mit Weltruhm</h4>
<p>Wenig bescheiden kündet noch heute die Grabplatte der Gruft, in der Richard Wagner und seine Cosima beigesetzt sind, in der Sichtachse des Museums von Wagners Selbstbewusstsein: „Die Welt weiß, wer hier ruht“, ist dort zu lesen.<br />
<br />Am Ende bleibt ein Fazit: Wilhelmine und Wagner — diese zwei Persönlichkeiten, verbunden durch die Kunst, haben Bayreuth bis heute maßgeblich geprägt und zu dem gemacht, was es ist: ein international bekannter kultureller Hotspot mit nie nachlassender Strahlkraft …<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>100</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Wahnfried_1200.jpg" alt="Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner: Haus Wahnfried befindet sich am Hofgarten. Schnell wurde es kultureller Anziehungspunkt, heute ist es ein Museum." /><br />Entdecker-Info</p>
<h6>Das <a href="https://www.bayreuth-wilhelmine.de">Markgräfliche Opernhaus Bayreuth</a> ist geöffnet:</h6>
<p>April bis September: täglich von 9 bis 18 Uhr</p>
<p>Oktober bis März:  täglich 10 bis 16 Uhr</p>
<p>Es gelten feste Einlasszeiten alle 45 Minuten.</p>
<p>Zuständig ist die <a href="https://www.schloesser.bayern.de">Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen</a>, Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth-Eremitage: kontaktierbar online unter sgvbayreuth@bsv.bayern.de oder telefonisch unter 09 21/ 7 59 69-0.</p>
<h6><a href="https://www.wagnermuseum.de">Haus Wahnfried</a> mit dem Richard Wagner Museum ist geöffnet:</h6>
<p>dienstags bis sonntags: von 10 bis 17 Uhr</p>
<p>Juli und August täglich 10 bis 17 Uhr</p>
<p>Die <a href="https://www.wagnermuseum.de">Richard-Wagner-Stiftung</a> als Träger erreichen Interessierte: online unter info@wagnermuseum.de oder telefonisch unter 09 21/ 7 57 28-0.</p>
<p>#eeee22</p>
<p>Entdecker-Dank<br />*Werbung</p>
<p>Unser Entdecker-Dank geht an <a href="https://www.frankentourismus.de">den Tourismusverband Franken</a>, <a href="https://www.bayreuth-tourismus.de">Bayreuth-Tourismus</a> sowie die <a href="https://www.schloesser.bayern.de">Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen</a>, die diese Entdecker-Story im Rahmen einer gesponserten Recherchereise ermöglicht haben.</p>
<p>Unsere Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.<br />#81d742</p>
<p>Lust auf noch mehr Franken?Wie wär\&#8217;s hiermit:<a class="content_link " href=""  ></a><br />Glühbirnen-Link<br />no-repeat;left top;;<br />auto</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Bayreuth_Oscar1_320.jpg" alt="Bayreuth_Oscar1_320" /><br />Entdecker-Tipp</p>
<h6>Nach dem Geschichtsrundgang hungrig?</h6>
<p>Da haben wir einen Tipp: <a href="https://www.oskar-bayreuth.de">Oskar &#8211; das Wirtshaus am Markt</a>.</p>
<p>Hier gibt\&#8217;s Deftiges aus der Fränkischen Küche in urigem Ambiente!<br />#8dbfeb</p>
<p>100</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://entdeckerstorys.de/bayreuth-zwischen-wilhelmine-und-wagner/">Bayreuth zwischen Wilhelmine und Wagner</a> erschien zuerst auf <a href="https://entdeckerstorys.de">entdeckerstorys.de</a>.</p>
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		<title>Luther und die Veste Coburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ines-Bianca]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2022 09:27:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Places We Love]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
		<category><![CDATA[Burgen und Schlösser]]></category>
		<category><![CDATA[Coburg]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 1530 beherbergt die Veste Coburg einen prominenten Gast: Martin Luther bezieht hier für 165 Tage Quartier.  Aus welchem Grund und warum das bis heute selbst die Bratwurstspezialitäten im Frankenland beeinflusst, erfahrt ihr in dieser Entdeckerstory!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://entdeckerstorys.de/luther-und-die-veste-coburg/">Luther und die Veste Coburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://entdeckerstorys.de">entdeckerstorys.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>&nbsp;</p>
<h4>Im Jahr 1530 beherbergt die Veste Coburg einen prominenten Gast: Martin Luther bezieht hier für 165 Tage Quartier.</h4>
<p>In umfangreichen Briefwechseln beeinflusst er von der südlichsten Bastion des sächsisch-ernestinischen Kurfürstentums aus maßgeblich die konfessionell-theologischen Verhandlungen auf dem Reichstag in Augsburg. Selbst dorthin reisen darf der unter Acht und Bann stehende Reformator nicht. Für Coburg bis heute ein Gewinn: Stolz trägt die 40.000-Einwohner-Stadt in Franken den Titel „Reformationsstadt Europas“.<br />Desc<br />no-repeat;center top;<br />auto<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Pallas_720.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg: Ansicht des Pallas" /><br />center<br /><br />Hinter den Masuern der <a href="https://veste.kunstsammlungen-coburg.de" target="_blank" rel="noopener">Veste Coburg</a> verbergen sich einzigartige Kunstschätze.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Nebel1_720.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg" /><br />center<br /><br />Der Besuch im Nebel schickt uns auf eine besondere Zeitreise.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br />20<br /><br /></p>
<h4>Der Psalm an der Wand</h4>
<p><br />Heading<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br />„Non moriar sed vivam et narrabo opera domini“ — „Nicht sterben werde ich, sondern leben und die Werke des Herrn verkünden“: Diesen Psalm schrieb Martin Luther laut Überlieferung an die Wand seiner Kammer in der Veste Coburg.Und tatsächlich sollte sein Ringen um eine Neudefinition von Kirche und Glauben einschließlich seiner Bibelübersetzung den großen deutschen Reformator unsterblich machen &#8230;<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Ansicht_1200.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg: Die Veste Coburg ist eine der stärksten Festungen aus der Staufer-Zeit. Die mächtigen Mauern erfüllten ihren Zweck In 1000 Jahren wurde die Festung nie eingenommen." /><br />Die Veste Coburg ist eine der stärksten Festungen aus der Staufer-Zeit. Die mächtigen Mauern erfüllten ihren Zweck In 1000 Jahren wurde die Festung nie eingenommen.<br />Die Veste Coburg ist eine der stärksten stauferzeitlichen Festungen. Die mächtigen Mauern erfüllten ihren Zweck In 1000 Jahren wurde die Festung nie eingenommen.<br />center<br /><br /></p>
<h4>Durch die Kirche gebannt</h4>
<p><br />Von vorn: Wie kam Martin Luther überhaupt auf die Veste Coburg? Anlass war der Reichstag zu Augsburg, wo vor allem Glaubensfragen im Fokus standen. Martin Luther und seine Mitstreiter vertraten eine eindeutige Position: Jeder möge nach seinem Glauben leben. Gern hätte Luther dieses Ansinnen in seiner gewohnt streitbaren Art selbst dem Kaiser vorgetragen.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br />„Cuios regio, eius religio.“<br />Motto des späteren Religionsfriedens<br />hide<br /><br />Doch nachdem Papst Leo X. 1521 den Kirchenbann über ihn verhängt hatte, war er auf den Schutz des Kurfürsten von Sachsen angewiesen. In Coburg, direkt an der Landesgrenze, endete der Weg somit für ihn vorerst in einer Kammer der mächtigen Festung aus der Stauferzeit.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Lutherzimmer_1920.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg: In dieser Kammer lebte und wirkte Martin Luther im Jahr 1530 rund ein halbes Jahr lang." /><br />full<br />In dieser Kammer lebte und wirkte Martin Luther im Jahr 1530 rund ein halbes Jahr lang.<br />In dieser Kammer lebte und wirkte Martin Luther im Jahr 1530 rund ein halbes Jahr lang.<br />contain<br />center center<br />hide<br /><br />Für Dr. Niels Fleck und sein Team der Kunstsammlungen der Veste Coburg ist Luthers „Stranden“ in seinem Hause natürlich ein Glücksfall. „Wir sind zwar als Luther-Ort nicht ganz so bekannt wie die Wartburg, aber das halbe Jahr, das er hier verbracht hat, ist gut dokumentiert und hat Spuren hinterlassen“, berichtet er. In der Luther-Kammer verweist er auf den Psalm an der Wand, der allerdings eine Nachbildung ist, sowie auf das kostbare Coburger Hedwigsglas aus dem 11. Jahrhundert, das sich nachweislich im Besitz Luthers befunden hat.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br /></p>
<h4>Die Veste Coburg: Viel mehr als „nur“ Luther-Ort</h4>
<p><br />Heading<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Luther_Psalm_720.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg: Nicht ganz so berühmt wie die Wartburg, wirbt die Veste Coburg doch mit ihrem berühmten Gast Martin Luther." /><br />full<br />Luther und die Veste Coburg: Nicht ganz so berühmt wie die Wartburg, wirbt die Veste Coburg doch mit ihrem berühmten Gast Martin Luther.<br />Nicht ganz so berühmt wie die Wartburg, wirbt die Veste Coburg dennoch kräftig mit ihrem berühmten Gast Martin Luther.<br />contain<br />center center<br />hide<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Psalm_720.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg: Der Psalm 118: Das Original des Graffito ist leider im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen. Aber eine Nachbildung erinnert an Luthers Statement." /><br />full<br />Luther und die Veste Coburg: Der Psalm 118: Das Original des Graffito ist leider im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen. Aber eine Nachbildung erinnert an Luthers Statement.<br />Der Psalm 118: Das Original des Graffito ist im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen. Aber eine Nachbildung erinnert an Luthers Statement.<br />contain<br />center center<br />hide<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Glas_720.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg: Dieses wertvolle Glas, Hedwigsglas gennant, ist mit den Kreuzrittern in deutsche Lande gelangt. Nachweislich befand es sich im Besitz Martin Luthers." /><br />full<br />Dieses wertvolle Glas, Hedwigsglas gennant, ist mit den Kreuzrittern in deutsche Lande gelangt. Nachweislich befand es sich im Besitz Martin Luthers.<br />Dieses wertvolle Glas, Hedwigsglas gennant, ist mit den Kreuzrittern in deutsche Lande gelangt. Nachweislich befand es sich im Besitz Martin Luthers.<br />contain<br />center center<br />hide<br /><br /></p>
<h4>Auf kunstvoller Zeitreise</h4>
<p><br />Heading<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br />Dieses Glas, das mit den Kreuzrittern nach Deutschland kam, ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf die weiteren Kunstschätze, die die Veste Coburg beherbergt: Die venezianische Glassammlung des Herzog Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha ist von internationalem Rang.Von der Schandmaske über den höfischen Turnierschlitten bis zum Feldgeschütz aus dem 18. Jahrhundert — beim Gang durch die historischen Räumlichkeiten erleben die Besucher und Besucherinnen historische Waffen und Rüstungen, Kutschen und Schlitten, Kunsthandwerk, Kupferstiche, Gemälde und Skulpturen.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br />20<br /><br /></p>

<a href='https://entdeckerstorys.de/luther-und-die-veste-coburg/veste_lutherzimmer_1920/'><img decoding="async" width="150" height="150" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Lutherzimmer_1920-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Luther und die Veste Coburg: In dieser Kammer lebte und wirkte Martin Luther im Jahr 1530 rund ein halbes Jahr lang." srcset="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Lutherzimmer_1920-150x150.jpg 150w, https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Lutherzimmer_1920-85x85.jpg 85w, https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Lutherzimmer_1920-80x80.jpg 80w" sizes="(max-width:767px) 150px, 150px" /></a>
<a href='https://entdeckerstorys.de/luther-und-die-veste-coburg/veste_coburg_schlossplatz_panorama_1920/'><img decoding="async" width="150" height="150" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Coburg_Schlossplatz_Panorama_1920-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Coburg: Der Schlossplatz mit der Ehrenburg zählt zu den schönsten Schlossplätzen seiner Epoche in Deutschland." srcset="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Coburg_Schlossplatz_Panorama_1920-150x150.jpg 150w, https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Coburg_Schlossplatz_Panorama_1920-85x85.jpg 85w, https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Coburg_Schlossplatz_Panorama_1920-80x80.jpg 80w" sizes="(max-width:767px) 150px, 150px" /></a>

<p><br />Gallery<br />no-repeat;left top;;<br />auto<br /><br /></p>
<h4>Auf den Spuren von Lucas Cranach</h4>
<p>Ein Maler ist dabei besonders prominent vertreten: Es ist Lucas Cranach (der Ältere), der auf der Veste Coburg seine Karriere als kurfürstlicher Hofmaler Friedrichs von Sachsen begann. „Unter anderem soll er hier beeindruckende Wandbilder angefertigt haben“, weiß Niels Fleck. „Eine Lobrede erzählt davon, dass seine Hirsche so lebensecht gemalt gewesen seien, dass die Hunde sie angebellt hätten.“ Die Wandbilder — wahrscheinlich auf Tuch gemalt — sind nicht erhalten; wohl aber 33 andere Gemälde von Cranach und seiner Werkstatt.Auch Albrecht Dürer ist vertreten: Seine „Madonna mit Kind in Landschaft“ entstand um 1495 — wenn es denn von ihm ist, neuere Forschungen sind sich nicht mehr ganz sicher.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br />20<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_der_Weise_720.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg: Friedrich III., genannt „der Weise“, zeugt noch von den Anfängen Cranachs." /><br />Luther und die Veste Coburg: Friedrich III., genannt „der Weise“, zeugt noch von den Anfängen Cranachs.<br />Friedrich III., genannt „der Weise“, zeugt noch von den Anfängen Cranachs.<br />center<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Duerer_720.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg: Stammt diese Madonna wirklich von Dürer? Die Experten sind uneins." /><br />full<br />Luther und die Veste Coburg: Stammt diese Madonna wirklich von Dürer? Die Experten sind uneins.<br />Stammt diese Madonna wirklich von Dürer? Die Experten sind uneins.<br />contain<br />center center<br />hide<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_der_Bestaendige_720.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg: Johann I. von Sachsen trug den Beinamen „der Beständige“. Auch er ist ein Frühwerk Cranachs." /><br />Luther und die Veste Coburg: Johann I. von Sachsen trug den Beinamen „der Beständige“. Auch er ist ein Frühwerk Cranachs.<br />Johann I. von Sachsen trug den Beinamen „der Beständige“. Auch er ist ein Frühwerk Cranachs.<br />center<br /><br /></p>
<h4>Entdeckermomente in der Veste Coburg</h4>
<p>Aber auch für weniger Kunstinteressierte bietet die mächtige Festung, die eine der größten Anlagen der Stauferzeit ist und sich stetig baulich weiterentwickelte, zahlreiche Entdeckermomente. Die historischen Räumlichkeiten laden zu einer Zeitreise ein, wie zum Beispiel das aufwendig gestaltete Jagdintarsienzimmer, das zu den eindrucksvollsten Zeugnissen fürstlicher Wohnkultur zählt. Wer sich in die Kasematten hinunterwagt, stößt auf die Fundamente des mächtigen Bergfrieds. Und die Große Hofstube mit ihrem mächtigen spätgotischen gusseisernen Ofen stellte so manchen bedeutenderen fürstlichen Sitz in den Schatten.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br />https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Video.mov<br />https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Video.mov<br />contain<br />center center<br />hide<br /><br />Als Luther 1530 auf die Veste Coburg kam, sah der Innenhof noch anders aus, aber auch damals war die Staufer-Festung schon überaus imposant.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br />https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Hofsaal_Video.mov<br />https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Hofsaal_Video.mov<br />contain<br />center center<br />hide<br /><br />Obwohl Coburg nur Nebenresidenz war, zählt die Große Hofstube mit ihren gewaltigen Ausmaßen zu den bedeutendsten Sälen ihrer Zeit.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br />https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Video_Intarsienzimmer.mov<br />https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Video_Intarsienzimmer.mov<br />contain<br />center center<br />hide<br /><br />Das Intarsienzimmer von 1632 gehört mit seinen Schnitzereien und Marketerien zu den eindrucksvollsten Zeugnissen fürstlicher Wohnkultur.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br /></p>
<h4>Religionsfrieden mit Verzögerung</h4>
<p><br />Heading<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br />Die Kammer, die Martin Luther bewohnte, nimmt sich dagegen eher bescheiden aus, auch wenn ihm die Coburger große Gastfreundschaft entgegenbrachten. Am Ende blieb seine unermüdliche Arbeit am Schreibtisch erfolglos: Kaiser Karl V. verwarf die appellierenden Schriften, die Luthers Mitstreiter Ulrich Zwingli und Philipp Melanchthon ihm in Augsburg vorlegten.Der erhoffte Religionsfrieden, nach dem jeder Landesherr selbst die Religion in seinem Herrschaftsgebiet bestimmen konnte, kam erst 1555. Fortan hieß es: „Cuios regio, eius religio“, und die Folgen sind noch heute in vielen Regionen Deutschlands ablesbar.<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br /></p>
<h4>Wo Bratwurst eine Glaubenssache ist</h4>
<p>So zum Beispiel in der unmittelbaren Nachbarschaft des überzeugt protestantischen Coburg: Denn nur wenige Kilometer weiter pflegt die Festungsstadt Kronach ebenso überzeugt ihre katholischen Traditionen, die nicht einmal vor der fränkischen Bratwurst Halt machen. In Coburg ist die Spezialität etwas grober, wird über Kiefernzapfen zubereitet und in einer von oben vertikal aufgeschnittenen Semmel serviert. Die Kronacher hingegen schwören auf feines Brät und schneiden das Brötchen nach katholischer Sitte am Semmel-Äquator auf.Welche Variante besser schmeckt? Das sollten alle Bratwurst-Fans persönlich bei einer Reise ins Frankenland ausprobieren, am besten zur Adventszeit auf dem Weihnachtsmarkt. Aber das ist wieder eine andere Entdeckerstory &#8230;<br />Desc<br />no-repeat;center top;;<br />auto<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Bratwurst_320.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg: Coburger Original: die fränkische Bratwurst in protestantischer Variante." /><br />full<br />Coburger Original: die fränkische Bratwurst in protestantischer Variante.<br />Coburger Original: die fränkische Bratwurst in protestantischer Variante.<br />contain<br />center center<br />hide<br /><br /></p>

<a href='https://entdeckerstorys.de/luther-und-die-veste-coburg/veste_lutherzimmer_1920/'><img decoding="async" width="150" height="150" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Lutherzimmer_1920-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Luther und die Veste Coburg: In dieser Kammer lebte und wirkte Martin Luther im Jahr 1530 rund ein halbes Jahr lang." srcset="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Lutherzimmer_1920-150x150.jpg 150w, https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Lutherzimmer_1920-85x85.jpg 85w, https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Lutherzimmer_1920-80x80.jpg 80w" sizes="(max-width:767px) 150px, 150px" /></a>
<a href='https://entdeckerstorys.de/luther-und-die-veste-coburg/veste_coburg_schlossplatz_panorama_1920/'><img decoding="async" width="150" height="150" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Coburg_Schlossplatz_Panorama_1920-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Coburg: Der Schlossplatz mit der Ehrenburg zählt zu den schönsten Schlossplätzen seiner Epoche in Deutschland." srcset="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Coburg_Schlossplatz_Panorama_1920-150x150.jpg 150w, https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Coburg_Schlossplatz_Panorama_1920-85x85.jpg 85w, https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Coburg_Schlossplatz_Panorama_1920-80x80.jpg 80w" sizes="(max-width:767px) 150px, 150px" /></a>

<p><br />Gallery<br />no-repeat;left top;;<br />auto<br /><br />100<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Grey_800-e1670091608597.jpg" alt="Luther und die Veste Coburg: Mystisch erscheint die Veste Coburg im gedämpften Licht des nebligen Wintertages." /><br />Entdecker-Info<br />Die <a href="https://www.kunstsammlungen-coburg.de">Kunstsammlungen der Veste Coburg</a> sind geöffnet: <br /><br />April bis Oktober: täglich von 9.30 bis 17 Uhr <br /><br />November bis März: täglich außer montags von 13 bis 16 Uhr <br /><br />In der Sommersaison finden samstags und sonntags jeweils um 14.30 Uhr Führungen statt; Gruppenführungen (auch fremdsprachlich) sind auf Bestellung möglich: online unter fuehrungen @kunstsammlungen-coburg.de oder telefonisch unter 0 95 61/ 8 79-48. <br /><br />#eeee22<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Weihnachtsmarkt.jpg" alt="Weihnachtsmarkt in Coburg" /><br />Entdecker-Tipp</p>
<h6>Wann ist die beste Reisezeit für Coburg?</h6>
<p><br />Die einfache Antwort: Eigentlich immer! <br /><br />Besonders stimmungsvoll ist das Städtchen allerdings zur Weihnachtszeit, wenn der berühmte Coburger Weihnachtsmarkt im Herzen der Stadt seine Tore öffnet. Nicht umsonst gilt er als schönster Weihnachtsmarkt Bayerns. <br /><br />Die romantische Budenstadt auf dem Coburger Marktplatz ist bis zum 23. Dezember geöffnet. <br /><br />#8dbfeb<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Coburg_Schloss.jpg" alt="Die Ehrenburg beeindruckt mit ihrer neugotischen Fassade." /><br />Entdecker-Dank<br />*Werbung <br /><br />Unser Entdecker-Dank geht an <a href="https://www.frankentourismus.de">den Tourismusverband Franken</a> und <a href="https://www.coburgmarketing.de">das Coburger Marketing</a>, die diese Entdecker-Story im Rahmen einer gesponserten Recherchereise ermöglicht haben. <br />Unsere Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.<br />#81d742<br /><br />Lust auf noch mehr Burgen und Schlösser?Wie wär\&#8217;s hiermit:<a class="content_link " href=""  ></a><br />Glühbirnen-Link<br />no-repeat;left top;;<br />auto<br /><br /><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2022/12/Veste_Coburg_Schlossplatz_Panorama_1920.jpg" alt="Coburg: Der Schlossplatz mit der Ehrenburg zählt zu den schönsten Schlossplätzen seiner Epoche in Deutschland." /><br />full<br />Coburg: Der Schlossplatz mit der Ehrenburg zählt zu den schönsten Schlossplätzen seiner Epoche in Deutschland.<br />Der Schlossplatz mit der Ehrenburg zählt zu den schönsten Schlossplätzen seiner Epoche in Deutschland.<br />contain<br />center center<br />hide<br /><br />100<br /><br /></p>
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		<title>Bifurkation Melle: Hier werden aus einem Fluss zwei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[CJ]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2020 16:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Places We Love]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"Bifurkation" steht auf einem Hinweisschild bei Melle-Gesmold. Nanu, was soll das denn sein? Beherzt setzen die Entdecker den Blinker und schauen sich an, wie aus einem Fluss zwei werden: Hier verliert die Hase ein Drittel ihres Wassers an die Else, ein Phänomen, das selten ist auf der Welt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://entdeckerstorys.de/bifurkation-melle/">Bifurkation Melle: Hier werden aus einem Fluss zwei</a> erschien zuerst auf <a href="https://entdeckerstorys.de">entdeckerstorys.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Autorenbild IB<br /><div class="image_frame image_item no_link scale-with-grid alignnone no_border" ><div class="image_wrapper "><img decoding="async" class="scale-with-grid" src="" alt="" title="" width="" height="" style=""/></div></div>
<br />
<br /><hr class="no_line" style="margin: 0 auto 0px auto"/>
<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>Autorenbild CJ<br /><div class="image_frame image_item no_link scale-with-grid alignnone no_border" ><div class="image_wrapper "><img decoding="async" class="scale-with-grid" src="" alt="" title="" width="" height="" style=""/></div></div>
<br />
<br /><hr class="no_line" style="margin: 0 auto 0px auto"/>
<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>Desc</p>
<h4>Bifur-was?!?</h4>
<p>Wer uns Entdecker kennt, weiß, dass wir an rätselhaften Aufschriften wie \&#8220;Bifurkation\&#8220; nicht einfach vorbeifahren können.<br />
<br />Also bringen wir beim Sonntagsausflug im Osnabrücker Land den Entdecker-Papa dazu, umzudrehen &#8211; und halten vor dem merkwürdigen Schild an, um uns die Sache genauer anzusehen:</p>
<p>„Bifurkation“, steht auf dem Wegweiser und dazu noch „Umweltbildungsstandort Melle-Gesmold“.</p>
<p>Das wollen wir genauer wissen!<br />
<br />Ihr auch?<br />
<br />Na, dann lest doch einfach mal diese Entdeckerstory und folgt uns auf eine spannende Reise quer durch die Fächer Erdkunde und Geschichte. Und auch ein Ausflug in die Welt der Märchen und Sagen darf nicht fehlen, wenn es um die Bifurkation in Melle-Gesmold geht!<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/07/Bi_Schild_Erklaerung_quer_800.jpg" alt="Willkommen bei der Bifurkation. Auf dem Parkplatz im Zugangsbereich gibt es erste Informationen." /><br />center<br />Willkommen bei der Bifurkation. Auf dem Parkplatz im Zugangsbereich gibt es erste Informationen.<br />Willkommen bei der Bifurkation. Auf dem Parkplatz im Zugangsbereich gibt es erste Informationen.</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/07/Bi_Bauwerk_quer_800.jpg" alt="Schon von Weitem erkennt man, worum es sich bei der Bifurkation handelt: Aus einem Fluss werden zwei." /><br />center<br />Schon von Weitem erkennt man, worum es sich bei der Bifurkation handelt: Aus einem Fluss werden zwei.<br />Schon von Weitem erkennt man, worum es sich bei der Bifurkation handelt: Aus einem Fluss werden zwei.</p>
<p>Desc</p>
<h4>Was ist überhaupt eine Bifurkation?</h4>
<p>Das Wort stammt aus dem Lateinischen. „bi“ bedeutet zwei – und die „furca“ ist eine Gabel. Wir haben es hier also mit einer Gabelung zu tun, und zwar von Flüssen. Am Standort der Bifurkation in Melle verliert die Hase ein Drittel ihres Wassers an die Else.<br />
</p>
<h5>Jetzt drängt sich direkt die nächste Frage auf: Was unterscheidet denn eine Bifurkation von einer normalen Flussgabelung?</h5>
<p>Wer einmal auf eine Landkarte schaut, wird feststellen, dass sich relativ viele Flüsse gabeln, manche gleich mehrfach. Was ist also das Besondere an dieser Bifurkation in Melle? Tatsächlich entsteht hier nicht einfach nur ein neuer Nebenarm der Hase – sondern ein komplett eigenständiger Fluss, der sich später mit einem anderen Flusssystem vereinigt. Während die Hase über die Ems in Richtung Nordsee fließt, erreicht die Else die Nordsee über die Werre und Weser. Das ist eine geografische Besonderheit. Etwas Ähnliches gibt es nur an wenigen Orten auf der Welt, zum Beispiel in Südamerika am Orinoco.<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/07/Bi_Ausblick_Panorama_1920.jpg" alt="Mit Infotafeln, Aussichtsplattform, Kunst, Spielplatz und Grillhütte ist der Standort der Bifurkation zu einem beliebten Ausflugsziel mit Lern- und Spaßfaktor gleichermaßen geworden." /><br />center<br />Mit Infotafeln, Aussichtsplattform, Kunst, Spielplatz und Grillhütte ist der Standort der Bifurkation zu einem beliebten Ausflugsziel mit Lern- und Spaßfaktor gleichermaßen geworden.<br />Mit Infotafeln, Aussichtsplattform, Kunst, Spielplatz und Grillhütte ist der Standort der Bifurkation zu einem beliebten Ausflugsziel mit Lern- und Spaßfaktor gleichermaßen geworden.</p>
<p>20<br />default</p>
<p>Heading</p>
<h3>Und wie ist die Bifurkation in Melle-Gesmold entstanden?</h3>
<p>no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>Desc<br />Dazu gibt es unterschiedliche Theorien:<br />
<br />Die einen meinen, dass eine Wölbung des Geländes die Entstehung begünstigt hat.<br />
<br />Die anderen glauben, dass der Mensch mitverantwortlich ist. Erste Erwähnungen des Phänomens stammen aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert. Der neue Schlossherr von Haus Gesmold, Hermann von Amelunxen, brauchte Wasser für die Schlossmühle. Dafür hatte er ungefähr an der Stelle der heutigen Bifurkation „eine Verbindung von Hase und Uhlenbach vertiefen und zusätzlich eine hölzerne Rinne als Ableitung zwischen den beiden Bächen verlegen lassen“, heißt es auf einer Infotafel vor Ort.<br />
<br />1965 fanden Arbeiter Teile dieses Verbindungsrohres, das Wasser aus der Hase in den Uhlenbach, der späteren Else, leitete. „Staute sich das Wasser vor dem Wehr der oberhalb liegenden Krusemühle, konnte das überschüssige Hasewasser durch die Rinne zur Schlossmühle fließen“, erklären die Schilder, „ein ausgeklügeltes Wasserverteilungssystem“.<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>Desc</p>
<h5>Allerdings half das der Familie von Amelunxen in wirtschaftlicher Hinsicht nicht viel. Völlig verschuldet musste sie Gut Gesmold 1608 an den Bischof von Osnabrück, Philipp Sigismund, abtreten.</h5>
<p>no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>Gallery<br /><br />no-repeat;left top;;<br />auto</p>
<p>20<br />default</p>
<p>Desc</p>
<h4>Die Bifurkation als Kriegsmittel</h4>
<p>Bald darauf begann der Dreißigjährige Krieg, und die Schweden standen vor Osnabrück. Doch der Bischof verschanzte sich hinter tiefen Wassergräben in der Stadt und war nicht bereit aufzugeben. Was also tun? Die cleveren Schweden hatten eine Idee, wie sich das Wasser der Hase für Kriegszwecke nutzen ließe und verdonnerten Bauern aus der Umgebung dazu, einen Damm durch die Hase zu bauen.<br />
<br />Die Taktik funktionierte: Durch den Abzweig floss ein Teil des Wassers Richtung Weser ab, das restliche Hasewasser reichte nicht mehr aus, um die Osnabrücker Stadtgräben zu füllen – und die Schweden eroberten den Bischofssitz.<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>20<br />default</p>
<p>Heading</p>
<h3>Kämpfe um die Wassermehrheit</h3>
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<p>Desc<br />Mit Ende des Krieges hörte das Gezänk ums Wasser noch lange nicht auf:<br />
<br />Der durch die Kriegslist entstandene verbreiterte Abfluss hieß inzwischen Twellbecke. In den kommenden Jahrzehnten sollte dieser Graben – die spätere Else – für zahlreiche Auseinandersetzungen sorgen. Denn als der neue Schlossherr auf Haus Gesmold, Christoph Ludolf von Hammerstein, seine Mühlen ausbauen ließ, kam weniger Wasser in Osnabrück an.<br />
<br />Dämme wurden gebaut – und wieder niedergerissen. Mit der Woge der Empörung und den dazugehörigen Maßnahmen floss auch das Wasser mal stärker in die eine, mal in die andere Richtung. Am 16. Mai 1691 sprach die Regierung in Hannover ein Machtwort und verordnete den Umbau der Hasegabelung. „In den Unterlagen taucht nun in der Sprachregelung zum ersten Mal der Name Else für die Twellbecke, die Verbindung zwischen Hase und Uhlenbach, auf“, informiert der Umweltbildungsstandort.<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>Desc</p>
<h5>Die einfache Formel: Zwei Drittel des Wassers sollten auf die Hase entfallen, ein Drittel auf die Else. </h5>
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<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/07/Bi_Bauwerk_nah_quer_800.jpg" alt="Am 16. Mai 1691 bestimmte die Regierung in Hannover, wie das Wasser aufgeteilt werden sollte - in Stein gemeißelt wurde das aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg." /><br />center<br />Am 16. Mai 1691 bestimmte die Regierung in Hannover, wie das Wasser aufgeteilt werden sollte &#8211; in Stein gemeißelt wurde das aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg.<br />Am 16. Mai 1691 bestimmte die Regierung in Hannover, wie das Wasser aufgeteilt werden sollte &#8211; in Stein gemeißelt wurde das aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg.<br />fadeInUpLarge</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/07/Bi_Auf_Dem_Steg_quer_800.jpg" alt="Auf dem Steg gibt es nicht nur weitere wissenswerte Infos, sondern auch eine hübsche Aussicht auf das Areal." /><br />center<br />Auf dem Steg gibt es nicht nur weitere wissenswerte Infos, sondern auch eine hübsche Aussicht auf das Areal.<br />Auf dem Steg gibt es nicht nur weitere wissenswerte Infos, sondern auch eine hübsche Aussicht auf das Areal.<br />fadeInUpLarge</p>
<p>Desc</p>
<h4>Mühlenstreit und Bauerntumult</h4>
<p>Doch das System wollte sich nicht richtig einspielen. Kaum 100 Jahre später brandete der Streit ums Wasser und seine Kraft erneut auf. Diesmal waren es der Krusemüller und der Schlossmüller, die sich beharkten. Als der Krusemüller die Else zuschüttete, um mehr Wasser für den Antrieb seiner eigenen Mühle zur Verfügung zu haben,  wurde er zu einer achttägigen Turmstrafe verurteilt. Das wiederum löste den „Gesmolder Bauerntumult“ aus. Revolution! Die Bauern aus der Umgebung befreiten ihren Krusemüller und machten den Gefängnisturm dem Erdboden gleich.<br />
<br />Gelöst wurde dieser Konflikt erst durch den Fortschritt: Die modernen Maschinen der Industrialisierung ersetzten die Wasserkraft – die beiden Flüsse durften endlich fließen, wie sie wollten.<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/07/Bi_BauwerkmitEntdecker_quer_800.jpg" alt="Wenn man sich etwas intensiver mit dem Phänomen der Bifurkation beschäftigt, stößt man auf spannende Geschichten." /><br />center<br />Wenn man sich etwas intensiver mit dem Phänomen der Bifurkation beschäftigt, stößt man auf spannende Geschichten.<br />Wenn man sich etwas intensiver mit dem Phänomen der Bifurkation beschäftigt, stößt man auf spannende Geschichten.<br />fadeInLeft</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/07/Bi_Romantik_quer_800.jpg" alt="Sieht eigentlich ganz romantisch aus, oder? Trotzdem hat die Teilung der Hase für viel Streit in der Vergangenheit gesorgt." /><br />center<br />Sieht eigentlich ganz romantisch aus, oder? Trotzdem hat die Teilung der Hase für viel Streit in der Vergangenheit gesorgt.<br />Sieht eigentlich ganz romantisch aus, oder? Trotzdem hat die Teilung der Hase für viel Streit in der Vergangenheit gesorgt.<br />fadeInRight</p>
<p>Heading</p>
<h3>Die Bifurkation als Ausflugsziel</h3>
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<p>Desc<br />Einen wirtschaftlichen Nutzen hatte das Gelände fortan nicht mehr – statt dessen standen nach dem zweiten Weltkrieg Gestaltungsfragen im Mittelpunkt. Nach zwei ergebnislosen Anläufen wurde der Standort der Bifurkation 1965 durch eine Steinmauer mit begehbarer Brücke kenntlich gemacht. Jetzt war die Zweidrittelteilung nach altem Recht endlich „in Stein gemeißelt“. Der neu gegründete Heimatverein Gesmold ergänzte 1978 im Flussdreieck einen Informationspavillon, später einen Grillplatz und eine Schutzhütte.</p>
<p>Mit dem im Jahr 2000 umgesetzten Entschluss, hier einen Umweltbildungsstandort einzurichten, veränderte sich der Landstrich noch einmal nachhaltig. Besucher finden nun ein Wassertretbecken und Fitnessgeräte, behindertengerechte Toilettenanlagen, einen Spielplatz, eine Aussichtsplattform, Skulpturen und ein gut ausgeschildertes Wegenetz mit Info-Tafeln vor.<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>Desc</p>
<h5>Die Bifurkation ist zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Und wir freuen uns, dass wir dem Wegweiser gefolgt sind und viel gelernt haben!</h5>
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<p>Gallery<br /><br />no-repeat;left top;;<br />auto</p>
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<p>Entdecker-Info<br />Die naturwissenschaftliche Begründung ist ja ganz interessant, noch besser gefällt uns allerdings die Sage die sich um die Entstehung der Flussteilung rankt. Der Heimatdichter Wilhelm Brinkmann aus Wellingholzhausen hat sie niedergeschrieben – wir geben sie hier mit unseren eigenen Worten wieder:<br />
</p>
<h5>Die Sage handelt von dem jungen Ritter Herwarth und der schönen Müllerstochter Else.</h5>
<p>Einst ging der Ritter im Hasetal jagen. Als er abends müde und durstig war, kehrte er in der Krusemühle am Ufer der Hase ein und bat den Müller um etwas zu trinken. Der schickte ihn in die Küche zu seiner Tochter Else.<br />
<br />Als die schöne Müllerstochter Herwarth einen Schale mit Milch gab, war es um ihn geschehen: Er verliebte sich auf den ersten Blick in das Mädchen. Umgehend steckte er ihr seinen Ring an den Finger und bat sie, seine Frau zu werden.<br />
<br />Das aber gefiel seinem Vater auf der Holter Burg überhaupt nicht! „Was, mein Sohn soll eine einfache Müllerstochter heiraten? Niemals werde ich das zulassen!“, sprach er und stürmte ins Tal. Am Ufer der Hase traf er auf Else und forderte den Ring zurück. Else aber antwortete: \&#8220;Die Treue, die ich Herwarth versprochen habe, will ich nicht brechen.\&#8220; Da griff der Burgherr in seiner Wut zu seinem Dolch und stieß ihm den Mädchen ins Herz.<br />
</p>
<h5>Weil diese Tat so ungerecht war, sprang das Wasser der Hase vor Empörung über das Ufer. Seitdem läuft der Fluss „Else“ aus der Hase durch den Grönegau der Weser zu.</h5>
<p>#eeee22</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/07/Pin_it_Bifurkation-1.png" alt="Das Phänomen der Bifurkation ist selten auf der Erde." /><br />Pin It!<br />#dd3333</p>
<p>Entdecker-§§§<br />Obwohl wir für den vorliegenden Beitrag oder die Nennung/Verlinkung der darin vorkommenden Marken/Dienstleister/Events/Orte kein Honorar oder Vergünstigungen erhalten haben, sind wir nach aktueller deutscher Rechtsprechung gut beraten, ihn als \&#8220;Werbung\&#8220; zu kennzeichnen.<br />#81d742</p>
<p>Glühbirnen-Link<br /><a class="content_link " href=""  ></a><br />no-repeat;left top;;<br />auto</p>
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		<title>Die Kugelbake: Cuxhavens Wahrzeichen</title>
		<link>https://entdeckerstorys.de/kugelbake-wahrzeichen-cuxhavens/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ines-Bianca]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2019 08:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Places We Love]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wahrzeichen, Denkmal und Bestandteil des Stadtwappens: Das ist die Kugelbake in Cuxhaven. Die Holzkonstruktion an der Elbmündung war früher ein wichtiges Seezeichen für die Schifffahrt und markiert zugleich den nördlichsten Punkt Niedersachsens.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://entdeckerstorys.de/kugelbake-wahrzeichen-cuxhavens/">Die Kugelbake: Cuxhavens Wahrzeichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://entdeckerstorys.de">entdeckerstorys.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Autorenbild IB<br /><div class="image_frame image_item no_link scale-with-grid alignnone no_border" ><div class="image_wrapper "><img decoding="async" class="scale-with-grid" src="" alt="" title="" width="" height="" style=""/></div></div>
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<p>Autorenbild CJ<br /><div class="image_frame image_item no_link scale-with-grid alignnone no_border" ><div class="image_wrapper "><img decoding="async" class="scale-with-grid" src="" alt="" title="" width="" height="" style=""/></div></div>
<br />
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<p>Desc</p>
<h4>Wir schreiben das Jahr 1740. Auf der Nordsee ist die stolze Fregatte „Gildewappen“ von dichtem Nebel umgeben und hat den Kurs verloren. Wird das Schiff auf Grund laufen?</h4>
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<p>Desc<br />In dieser Nacht ist die See spiegelglatt. Der Nebel, der sich schwer auf das Wasser gelegt hat, verschluckt jedes Geräusch. Kapitän Carl August von Trauchow schaut sorgenvoll auf die weiße, undurchdringliche Wand. Eigentlich ist es die Aufgabe seiner Fregatte, die schwer beladenen Schiffe der Hansestadt Hamburg vor muslimischen Korsaren zu schützen, die neuerdings sogar die Elbmündung unsicher machen. Doch nun hat seine „Gildewappen“ selbst ein Problem. Der dichte Nebel macht jede Orientierung zunichte. Wo genau befindet sich das Schiff gerade? Das Letzte, was der Kapitän jetzt gebrauchen kann, ist es, bei den tückischen Untiefen vor der Elbmündung auf Grund zu laufen.</p>
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<p>Desc<br />Da ertönt ein erlösender Ruf aus dem Ausguck: „Bake voraus!“ Tatsächlich: Für einen Moment lang lichten sich die Schwaden – und im fahlen Schein des abnehmenden Mondes taucht eine Holzkonstruktion am Ufer auf. In einer Hütte zwischen den Pfählen leuchtet ein Feuer – eine Neuerung, die der Hamburger Rat erst kürzlich beschlossen hat. „Ein Glück!“, atmet Kapitän von Trauchow auf, „die Kugelbake!“ Jetzt weiß er genau, wo er sich befindet: nämlich am nördlichsten Punkt Niedersachsens auf Höhe Cuxhavens.</p>
<p>Heading</p>
<h3>Die erste Kugelbake entstand im Jahr 1729.</h3>
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<p>Desc<br />Ja, wir geben es zu: Kapitän, Fregatte und Jahreszahl sind frei erfunden – aber in den Grundzügen stimmt die Geschichte! Am nördlichsten Punkt Niedersachens pilgern tausende Besucher jährlich zur Kugelbake, dem Wahrzeichen Cuxhavens.<br />
<br />
Heute erscheint uns ein derartiges Bauwerk eher unspektakulär – in früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten hat es in der Schifffahrt aber wichtige Dienste geleistet. Eine Bake ist ein Seezeichen, das Schiffen bei der Orientierung helfen sollte. Anders als ein Leuchtturm kam es im Allgemeinen ohne Leuchtfeuer aus; zeitweilig ist aber laut Aufzeichnungen in einer Hütte an der Bake tatsächlich ein Feuer entzündet worden.<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>Desc</p>
<h4>Die Kugelbake, die wir heute in Cuxhaven sehen, ist bereits ein vielfacher Urenkel des eigentlichen Bauwerks.</h4>
<p>Das ist Anfang des 18. Jahrhunderts auf Weisung des Hamburger Rates an der Elbmündung entstanden. Eine 85 Fuß hohe Bake (24,4 Meter) sollte den Handelsschiffen den \&#8220;Eingang\&#8220; zur Hansestadt über die Elbe weisen. Die Konstruktionszeichnung von 1729 zeigt: Damals hatte die Bake noch nicht die charakteristische Dreiecksform, sondern war eher ein Turm aus rechtwinklig verbauten Holzbalken.<br />no-repeat;center top;;<br />auto</p>
<p>Gallery<br /><br />no-repeat;left top;;<br />auto</p>
<p>Desc</p>
<h4>Doch die Nordsee wehrte sich anfangs erbittert gegen die Kugelbake.</h4>
<p> Immer wieder gingen die neu errichteten Konstruktionen in Sturmfluten unter. Der Rat der Stadt Hamburg reagierte und ordnete so genannte „Stackbauten“ an, die den Standort der Bake besser sichern sollten. Zeitweilig reichte auch das nicht. Während der Winterstürme von 1743 auf 1744 wurde die Verbindung zum Land unterbrochen, und die Bake war für fast 40 Jahre von Wasser umgeben. Erst 1782 entstand ein neuer Damm zum Festland. Das Bollwerk in seiner heutigen Form mit der hölzernen Kugelbake auf einer Granit-Plattform geht auf 1867 zurück.</p>
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<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/04/Kugelbake_Panorama_1920_425.jpg" alt="Viele Jahrzehnte dauerte der Kampf gegen die Nordsee - heute hat sich die Kugelbake ihren Standort am nördlichsten Punkt Niedersachsens erobert."



<h4>Nachdem der Kampf gegen die Nordsee-Fluten gewonnen war, tauchten allerdings neue Probleme auf:</h4>
<p>Zu Kriegszeiten wurde das für die Schifffahrt so wichtige Seezeichen zu einem gefährlichen Hinweisgeber für den Feind. Also musste sie während des Deutsch-Französischen Krieges sowie des Ersten Weltkrieges weichen. Erst 1924 wurde sie wieder aufgebaut und markiert seitdem einen der meistbefahrenen Schifffahrtswege der Welt. Ihre nautische Position: 53 Grad, 53 Minuten, 34 Sekunden nördlicher Breite und 8 Grad, 41 Minuten, 15 Sekunden östlicher Länge. Seit 2002 steht die Kugelbake sogar unter Denkmalschutz – und auch im Wappen der Stadt Cuxhaven findet sie sich wieder.</p>
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<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/04/Kugelbake_diagonal_hoch_640.jpg" alt="Die genaue Höhe der Kugelbake: 28,4 Meter über dem Tidehochwasser." 
src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/04/Kugelbake_Gestaenge_hoch_640.jpg" alt="Hans-guck-in-die-Luft lässt grüßen: Ein Blick auf die Konstruktion aus dieser Perspektive lohnt sich!" 


<h5>Und unser Kapitän Carl August von Trauchow?</h5>
<p>
Wir stellen uns gern vor, dass er in jener Nacht gerade noch rechtzeitig einer Gruppe von Handelskoggen mit wertvollen Gewürzen zur Hilfe kam, die von Piraten bedrängt wurden. Als Belobigung für seine tapferen Dienste erhielten er und seine wackere Mannschaft eine stattliche Belohnung.<br />
<br />
Wer mag, der lasse sich an der Kugelbake mit Picknickdecke und einem Glühwein nieder und beobachte die Schiffe, die die Elbmündung passieren. Und wenn dann vielleicht ein wenig Nebel aufziehen sollte, dann schaut doch einmal genau hin, ob sie zwischen den Schwaden nicht plötzlich auftaucht, die „Gildewappen“, der die Kugelbake in unserer Entdeckerstory einst so wertvolle Dienste geleistet hat …</p>
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<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/04/Kugelbake_Nordsee_Panorama_1920_430.jpg" /><br />center<br />Wer lange genau hinschaut, kann sie vielleicht entdecken, unsere wackere Fregatte \&#8220;Gildewappen\&#8220; &#8230;</p>
<p>src=&#8220;https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/04/Kugelbake_Weserradweg_hoch_640.jpg&#8220; alt=&#8220;Kugelbake_Weserradweg_hoch_640&#8243; /><br />Entdecker-Tipp</p>
<h5>Wo sind die Fahrrad-Fans?</h5>
<p>Die Kugelbake markiert das Ziel des Weser-Radwegs. Aber auch der Elbe-Radweg führt hier entlang.<br />#61a7e5</p>
<p><img decoding="async" src="https://entdeckerstorys.de/wp-content/uploads/2019/04/Pin_it_Kugelbake.png" alt="Pin_it_Kugelbake" /></p>
<p>Pin It!<br />#dd3333</p>
<p>Entdecker-§§§<br />Obwohl wir für den vorliegenden Beitrag oder die Nennung/Verlinkung der darin vorkommenden Marken/Dienstleister/Events/Orte kein Honorar oder Vergünstigungen erhalten haben, sind wir nach aktueller deutscher Rechtsprechung verpflichtet, ihn als \&#8220;Werbung\&#8220; zu kennzeichnen.<br />#81d742</p>
<p>100<br />default<br />default</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://entdeckerstorys.de/kugelbake-wahrzeichen-cuxhavens/">Die Kugelbake: Cuxhavens Wahrzeichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://entdeckerstorys.de">entdeckerstorys.de</a>.</p>
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